Stablecoin-Riese Tether investiert mehrere Millionen US‑Dollar in Speed, ein Startup im Bitcoin-Ökosystem, das Stablecoins auf die größte Blockchain der Welt bringt. Möglich wird das über das Lightning Network, die blitzschnelle zweite Transaktionsschicht von Bitcoin.
Warum investiert Tether in dieses Unternehmen?
Das wichtigste Produkt von Tether ist selbstverständlich die Stablecoin. Mit Speed beteiligt sich Tether an einem Akteur, der genau diesen zentralen Geschäftsbereich auf ein neues Niveau heben kann.
„Die Architektur von Speed zeigt, wie Lightning und Stablecoins zusammenarbeiten können, um Geld in großem Umfang, kostengünstig, vollständig konform mit den gesetzlichen Vorgaben und weltweit zu versenden“, heißt es in einem Statement von Tether am Dienstag.
Auch die auf Bitcoin fokussierte Investmentfirma Ego Death Capital beteiligt sich an der Finanzierungsrunde in Höhe von 8 Millionen US‑Dollar.
Derzeit arbeitet Speed bereits mit 1,2 Millionen Verbrauchern, Creatorn, Plattformen und Händlern zusammen, die die Produkte Speed Wallet und Speed Merchant nutzen. Jährlich werden so Zahlungsvolumina von mehr als 1,5 Milliarden US‑Dollar abgewickelt.
Tether weitet seine Investitionen aus
Im Laufe der Jahre ist Tether in immer mehr Branchen eingestiegen. Inzwischen umfasst das Portfolio mehr als 140 Unternehmen. Dazu gehören unter anderem Engagements in Bitcoin‑Mining, KI, Energie, Finanzsektor und sogar Fußballvereinen.
In der vergangenen Woche versuchte Tether sogar, eine Mehrheitsbeteiligung am italienischen Spitzenklub Juventus zu erwerben.
Diese enormen Investitionen kann Tether dank der riesigen Gewinne tätigen, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren erzielt hat. Der Großteil dieses Kapitals stammt aus Zinsen auf US‑Staatsanleihen, die als Reserve für die Stablecoins gehalten werden.
In den ersten drei Quartalen 2025 erzielte Tether beispielsweise einen Gewinn von 10 Milliarden US‑Dollar. Damit knüpft das Unternehmen an den enormen Gewinn von 13,4 Milliarden US‑Dollar im Jahr 2024 an.
Dass Tether so gut performt, ist auch für Bitcoin positiv, da das Unternehmen strukturell 15 Prozent seines Gewinns für direkte Investitionen in die Digitalwährung zurücklegt.
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