Der rasante Aufstieg der künstlichen Intelligenz (KI) führt weltweit zu einem Boom neuer Rechenzentren. Diese verbrauchen enorme Mengen an Strom, was in manchen Regionen Bedenken über steigende Energiepreise auslöst. In den USA versuchen Tech-Giganten jedoch, mit einem ungewöhnlichen Versprechen die Bevölkerung zu beruhigen.
Tech-Giganten versprechen: Bürger zahlen nicht für KI-Strom
Sieben US-Technologieunternehmen, darunter Amazon, Google, Meta, Microsoft, OpenAI, Oracle und xAI, haben im Weißen Haus ein bemerkenswertes Versprechen abgegeben. In der sogenannten Ratepayer Protection Pledge erklären sie, künftig selbst für die Energiekosten ihrer KI-Rechenzentren aufzukommen.
Nach Angaben der US-Regierung sollen Bürger nicht für den enormen Strombedarf der KI aufkommen. Während eines Roundtable-Gesprächs erklärte der Präsident, die Rechenzentren „brauchen etwas PR-Unterstützung“.
„Die Menschen denken, dass ihre Strompreise steigen, wenn in der Nähe ein Rechenzentrum entsteht, aber das wird nicht passieren. Und wo es schon passiert ist, setzen wir dem ein Ende.“
Das Versprechen ist rechtlich nicht bindend. Dennoch betonen die Unternehmen, dass sie selbst für ihre Energie sorgen werden. Sie planen den Bau neuer Energiequellen, den Energieeinkauf oder die Mitnahme von Energie für ihre Rechenzentren. Zudem finanzieren sie die Leitungen und andere Infrastruktur, die zur Stromlieferung erforderlich sind. Selbst wenn sie die Energie letztlich nicht nutzen, tragen sie die Kosten weiterhin.
Im November 2025 warnte Sam Altman von OpenAI, dem Unternehmen hinter ChatGPT, dass die USA möglicherweise nicht genügend Strom für die KI-Zukunft haben. Er betonte damals, dass die Energiekapazität deutlich schneller wachsen muss, um mit China konkurrieren zu können.
Große Technologieunternehmen suchen nach verschiedenen Lösungen. Meta schloss im Sommer einen großen Vertrag über Kernenergie ab, um ausreichend stabile Energie für seine KI-Rechenzentren zu haben.
Zweifel an der Rentabilität von KI
Der enorme KI-Boom geht auch mit wachsenden Sorgen auf den Finanzmärkten einher. Anleger zweifeln zunehmend daran, ob die hunderten Milliarden Dollar, die Tech-Unternehmen in die Technologie investieren, schnell genug zurückverdient werden. Diese Unsicherheit sorgt für Unruhe an der Wall Street.
Allein Unternehmen wie Microsoft, Amazon, Meta und Alphabet erwarten, im Jahr 2026 zusammen mehr als 600 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur wie Rechenzentren und Chips zu investieren. Gleichzeitig stehen die Aktienkurse der großen Technologieunternehmen unter Druck.
Bitcoin-Miner wenden sich der KI zu
Diese Entwicklung hat sogar Auswirkungen auf den Kryptosektor. Immer mehr Unternehmen, die sich mit dem Bitcoin (BTC)-Mining beschäftigen, dem Prozess, der das Netzwerk sichert und Transaktionen verarbeitet, sehen in KI-Rechenzentren eine neue Einnahmequelle.
Einer der größten BTC-Miner, MARA Holdings, sah seine Ergebnisse stark zurückgehen, aufgrund des Rückgangs des Bitcoin-Kurses im Jahr 2025. Das Unternehmen musste daher Abschreibungen in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Dollar auf seinen Bitcoin-Bestand vornehmen.
MARA fokussiert sich nun verstärkt auf KI-Rechenzentren und High-Performance-Computing, um weniger abhängig vom Mining zu sein.
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