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OpenAI fordert die US-Regierung auf, massiv in die Energieinfrastruktur zu investieren. Nach Ansicht des Unternehmens ist eine jährliche Erweiterung um 100 Gigawatt nötig, um technologisch vor China zu bleiben. Strom gilt dabei nicht länger als bloße Daseinsvorsorge, sondern als strategische Waffe im globalen KI-Wettlauf.
In einem offenen Brief an das US-amerikanische Office of Science and Technology Policy erklärt OpenAI, Strom müsse im Wettbewerb um Künstliche Intelligenz als „ein strategisches Gut“ betrachtet werden.
Das Unternehmen verweist dabei auf den großen Unterschied zu China, das 2024 schätzungsweise 429 Gigawatt an neuer Energiekapazität hinzugefügt hat. Die USA hinken deutlich hinterher – mit lediglich 51 Gigawatt zusätzlicher Kapazität im Jahr 2024. OpenAI fordert daher ein strukturelles Energieprogramm, das jährlich 100 Gigawatt zusätzliche Kapazität schafft.
Bei der Zahl der Rechenzentren liegen die USA jedoch klar vorn. Nach Angaben der Kobeissi Letter verfügen die USA inzwischen über fast 5.500 Rechenzentren. China kommt laut den verfügbaren Daten auf lediglich 450 Rechenzentren. Die chinesischen Rechenzentren sind jedoch deutlich größer als die in den USA. Die Zahlen können daher irreführend sein.
OpenAI selbst profitiert natürlich stark von einer höheren Energiekapazität. Die KI-Aktivitäten des Unternehmens verschlingen enorme Mengen Strom. Derzeit entwickelt das Unternehmen auch das sogenannte „Stargate“-Netzwerk – ein Verbund von KI-Rechenzentren unter anderem in Texas, New Mexico, Ohio und Wisconsin. Diese Standorte benötigen große Mengen Strom und technisches Fachpersonal.
Nach Ansicht von OpenAI drohen die USA gegenüber China zurückzufallen, falls sich die Energieversorgung als nicht ausreichend skalierbar erweist. Zugleich verknüpft das Unternehmen die Frage mit größeren Themen wie der Modernisierung von Gesetzen und Regulierung, der Förderung technischer Ausbildungsberufe und dem Einsatz von KI, um das Stromnetz effizienter zu steuern.
OpenAI selbst hat kürzlich ebenfalls strukturelle Veränderungen durchlaufen: Das Unternehmen wurde zu einer sogenannten Public Benefit Corporation und schloss einen Milliardendeal mit Microsoft, das eine Beteiligung von rund 27 Prozent erwarb – im Wert von 135 Milliarden Dollar.
Microsoft sichert sich damit langfristigen Zugang zu den KI-Modellen von OpenAI. OpenAI wiederum wird 250 Milliarden Dollar für die Cloud-Dienste von Microsoft ausgeben.
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