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Alibaba hat sein bislang leistungsstärkstes KI-Modell vorgestellt. Nach Angaben des chinesischen Tech-Konzerns erreicht Qwen3.8-Max das Niveau der neuesten Modelle von Anthropic, einem der wichtigsten Konkurrenten von OpenAI.
Damit zeigt Alibaba, wie schnell chinesische KI-Unternehmen den Rückstand auf die US-Marktführer verringern wollen.
Das neue Modell basiert auf 2,4 Billionen Parametern und ist damit das größte KI-Modell, das Alibaba bislang entwickelt hat. Nach Angaben des Unternehmens schneidet Qwen3.8-Max in mehreren unabhängigen Benchmarks besser ab als Kimi K3 von Moonshot AI, jenes Modell, das in der vergangenen Woche wegen der schnellen Fortschritte chinesischer KI-Unternehmen viel Aufmerksamkeit auf sich zog.
Alibaba erklärt zudem, Qwen3.8-Max liefere vergleichbare oder sogar bessere Ergebnisse als Fable 5 von Anthropic, eines der fortschrittlichsten KI-Modelle der Welt.
Anleger reagierten positiv auf die Ankündigung. Die Alibaba-Aktie legte am Montag in Hongkong um mehr als sieben Prozent zu. Das war der stärkste Tagesgewinn seit knapp einem Monat.
Die Einführung von Qwen3.8-Max folgt auf eine Reihe neuer KI-Modelle aus China. DeepSeek präsentierte zuletzt sein Modell V4 Flash, auch ByteDance, MiniMax und Moonshot AI stellten in den vergangenen Wochen neue KI-Systeme vor. Damit verschärft sich der Wettbewerb mit US-Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und Google weiter.
Analysten zufolge unterschätzen viele Anleger weiterhin, wie schnell chinesische KI-Unternehmen Boden gutmachen – trotz der US-Exportbeschränkungen für moderne Chips.
„Viele Anleger unterschätzen chinesische KI-Modelle weiterhin, sei es wegen der US-Chipbeschränkungen oder aus grundsätzlicher Skepsis. Tatsächlich dürfte der Abstand deutlich kleiner sein und rasch weiter schrumpfen,“ sagt Vey-Sern Ling, Managing Director bei Union Bancaire Privée.
Alibaba will die zugrunde liegende Technologie von Qwen3.8-Max in der kommenden Woche für Entwickler zugänglich machen. Unternehmen und Programmierer können das KI-Modell damit herunterladen, anpassen und für eigene Anwendungen einsetzen. Alibaba folgt damit einer Strategie, die in der KI-Branche zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Auch beim Preis will sich das Unternehmen abheben. Alibaba verlangt 2 Dollar je eine Million Eingabe-Token und 6 Dollar je eine Million Ausgabe-Token. Damit ist Qwen3.8-Max günstiger als viele vergleichbare KI-Modelle aus den Vereinigten Staaten.
Nach Angaben von Alibaba ist Qwen3.8-Max besonders stark beim eigenständigen Programmieren und bei komplexen Aufgaben über längere Zeiträume. In internen Tests soll das Modell ein Softwareprojekt eigenständig abgeschlossen haben, das 16 Tage in Anspruch nahm.
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