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Südkorea arbeitet an einem gesetzlichen Rahmen für stablecoins. Unter der Leitung von Präsident Lee Jae-myung hat die Demokratische Partei diese Woche einen Gesetzentwurf eingereicht, um die Ausgabe von Won-gebundenen stablecoins zu erlauben, berichtet Bloomberg. Damit will das Land Kapitalflucht entgegenwirken und finanzielle Innovation fördern.
Der sogenannte Digital Asset Basic Act ermöglicht es inländischen Unternehmen, stablecoins auszugeben, die an den südkoreanischen Won gebunden sind. Dafür müssen sie mindestens 500 Millionen Won an Eigenkapital besitzen, umgerechnet etwa 321.000 Euro. Zudem sind umfangreiche Reserven erforderlich und die Herausgeber müssen eine Genehmigung von der Finanzaufsicht erhalten.
Präsident Lee möchte mit der Legalisierung verhindern, dass Milliarden Dollar über ausländische stablecoins wie USDT und USDC das Land verlassen. Anfang 2025 flossen laut der Regierung mehr als 19 Milliarden Dollar Kapital über diese Tokens ins Ausland. Lee behauptet, dass Südkorea dadurch den Griff auf das eigene Finanzsystem zu verlieren droht.
Die Reformen gehen über stablecoins hinaus. Präsident Lee möchte auch Raum für Bitcoin (BTC) Spot Exchange-Traded Funds (ETFs) und Krypto-Investmentfonds schaffen. Zudem setzt er sich für die Aufnahme von digitalen Vermögenswerten wie BTC und Ethereum (ETH) in den nationalen Rentenfonds ein, der einen Wert von 884 Milliarden Dollar repräsentiert.
Die neue Gesetzgebung weist Ähnlichkeiten mit der europäischen MiCA-Verordnung auf, die ebenfalls klare Rahmenbedingungen für die Nutzung von stablecoins setzt. Mit diesem Schritt scheint Südkorea seine Position als Vorreiter in der Krypto-Industrie weiter zu stärken.
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