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Grayscale legt drei geplante US-Krypto-ETFs vorerst auf Eis. Der Vermögensverwalter hat seine Anträge für Fonds auf Cardano (ADA), Hedera (HBAR) und Polkadot (DOT) zurückgezogen.
Der Schritt fällt auf, weil Grayscale zugleich an ETF-Plänen für mehrere andere Altcoins festhält. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte die drei Fonds zudem nicht abgelehnt. Grayscale beendete die Verfahren aus eigenem Antrieb und nennt keinen Grund.
Die drei Rücknahmeanträge wurden am 7. August kurz nacheinander von der SEC akzeptiert. Damit sind die Pläne für die ETFs auf Cardano, Hedera und Polkadot vorerst beendet.
Grayscale teilt in den Unterlagen mit, die entsprechenden Anteile nicht länger ausgeben zu wollen. Die Fonds waren noch nicht offiziell wirksam, Anteile wurden nicht verkauft.
Auffällig ist vor allem, dass Grayscale keinen Grund für die Entscheidung nennt. Das Unternehmen erklärt lediglich, die geplanten Emissionen nicht weiter verfolgen zu wollen.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass die SEC die drei ETFs gestoppt hat. Grayscale hat die Anträge freiwillig zurückgezogen und kann künftig erneut versuchen, Fonds auf ADA, HBAR oder DOT an den US-Markt zu bringen.
Ein ETF ermöglicht es, über eine klassische Anlageplattform in einen bestimmten Basiswert zu investieren. Bei einem Fonds auf Cardano können Anleger etwa an Bewegungen von ADA partizipieren, ohne den Coin selbst kaufen und verwahren zu müssen.
Die drei Fonds haben bereits eine längere Vorgeschichte. Im Jahr 2025 wurden auch einzelne Verfahren zu den geplanten Börsennotierungen der Cardano-, Polkadot- und Hedera-Fonds eingestellt.
Seitdem haben sich die US-Regeln geändert. Die SEC genehmigte im September 2025 allgemeine Notierungsstandards für bestimmte Börsenprodukte auf digitale Vermögenswerte.
Damit muss nicht mehr für jeden geeigneten Krypto-ETF ein vollständig separates Verfahren durchlaufen werden, um die Zulassung zur Börsennotierung zu erhalten. Der Weg zu neuen Altcoin-ETFs wurde dadurch zumindest theoretisch einfacher.
Vermögensverwalter müssen allerdings weiterhin weitere gesetzliche Anforderungen erfüllen, bevor Anteile tatsächlich US-Anlegern angeboten werden können.
Gerade deshalb ist der jüngste Schritt von Grayscale relevant. Das Unternehmen beendet nun nicht nur ein Verfahren zur Börsennotierung, sondern zieht die Registrierungen für die Anteile selbst zurück.
Damit rückt die zentrale Frage in den Vordergrund: Warum verschwinden ausgerechnet diese drei Altcoins aus den Plänen von Grayscale?
Ein grundsätzlich fehlendes Interesse an Altcoin-ETFs scheint nicht die naheliegende Erklärung zu sein. Grayscale arbeitet weiterhin an Produkten auf mehrere andere Kryptowährungen.
Aus SEC-Unterlagen geht hervor, dass Anträge unter anderem zu Bittensor, Aave, BNB, NEAR und Zcash weiterhin in unterschiedlichen Phasen laufen. Die Registrierung für den Zcash-Fonds wurde am 31. Juli sogar zum dritten Mal geändert.
Andere Altcoin-Fonds sind inzwischen weiter fortgeschritten. Die Registrierung des Grayscale Avalanche Staking ETF wurde im März wirksam. Im Juni folgte der Grayscale Hyperliquid Staking ETF.
Warum ADA, HBAR und DOT gestrichen werden, bleibt damit offen. Möglich sind wirtschaftliche Erwägungen, die erwartete Nachfrage von Anlegern oder veränderte Marktbedingungen. Grayscale selbst hat sich dazu jedoch nicht geäußert.
Fest steht lediglich, dass die SEC die drei ETFs nicht abgelehnt hat. Grayscale hat selbst entschieden, die Vorhaben zu beenden, während der Vermögensverwalter seine Pläne für mehrere andere Altcoins vorerst weiterverfolgt.
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