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SpaceX steht möglicherweise vor einem enormen Kapitalzufluss. Dank neuer Börsenregeln des Indexanbieters FTSE Russell könnte das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk viel schneller in große Aktienindizes aufgenommen werden als normalerweise üblich. Das könnte noch vor Ablauf der üblichen Wartezeit Milliarden Dollar an passiven Investitionen in das Unternehmen lenken.
Laut FTSE Russell erfüllt SpaceX bereits die Voraussetzungen für die Aufnahme in sowohl amerikanische als auch weltweite Aktienindizes. Das ist bemerkenswert, da Börsenneulinge normalerweise erst monatelang warten müssen, bevor sie in beliebte Indexfonds aufgenommen werden.
FTSE Russell kündigte in diesem Jahr neue sogenannte Fast-Entry-Regeln für Börsengänge an. Damit können große Unternehmen praktisch unmittelbar nach ihrem Börsendebüt in wichtige Indizes aufgenommen werden, sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
SpaceX scheint diese Anforderungen mühelos zu erfüllen. Laut FTSE Russell hat das Unternehmen einen frei handelbaren Börsenwert von etwa 70 Milliarden Dollar. Damit liegt es weit über den Schwellenwerten für die Aufnahme in Indizes wie den Russell Top 200, Russell 1000 und den globalen FTSE All-World Index.
Für Anleger ist das von Bedeutung. Sobald ein Unternehmen in solche Indizes aufgenommen wird, müssen große Indexfonds und ETFs automatisch Aktien kaufen, um diesen Index abzubilden. Das kann sofort für eine enorme Nachfrage nach der Aktie sorgen.
Zusätzlich könnte SpaceX den Aktionären ermöglichen, ihre Anteile früher als üblich zu verkaufen. Normalerweise gilt bei einem Börsengang oft eine Sperrfrist von sechs Monaten, in der frühe Investoren ihre Anteile nicht verkaufen dürfen. Laut Reuters möchte SpaceX diese Beschränkung teilweise lockern.
Der erwartete Börsengang von SpaceX gilt schon jetzt als eines der meistdiskutierten IPOs der letzten Jahre. Laut Reuters strebt das Unternehmen von Elon Musk eine Bewertung von stolzen 1,75 Billionen Dollar an.
Das würde SpaceX direkt zu einem der größten börsennotierten Unternehmen der Welt machen. Der Börsengang könnte zudem ein neues Kapitel für den US-IPO-Markt aufschlagen, der sich auf ein geschäftiges Jahr mit großen Namen wie OpenAI und Anthropic vorbereitet.
Laut Reuters plant SpaceX möglicherweise schon am 12. Juni an die Börse zu gehen. Die Roadshow für Investoren soll am 4. Juni beginnen, während der Aktienverkauf möglicherweise einen Tag früher startet.
FTSE Russell betont jedoch, dass die Bewertung vorläufig auf den aktuellen Börsendokumenten von SpaceX und begrenzten öffentlichen Informationen basiert. Neue Dokumente könnten die endgültige Indexaufnahme noch verändern.
Für institutionelle Anleger kann eine schnelle Aufnahme in große Indizes ein wichtiges Signal sein. Unternehmen, die direkt in beliebte Indizes aufgenommen werden, erhalten in der Regel schneller Zugang zu großen Kapitalmengen und ziehen weltweit mehr Aufmerksamkeit von Investoren auf sich.
Dieser Effekt könnte bei SpaceX durch die enorme Popularität von Elon Musk besonders stark sein. Frühere Unternehmen von Musk, wie Tesla, sorgten bei Indexaufnahmen ebenfalls für hohe Handelsvolumina und große Kursbewegungen.
Mit einem möglichen Börsengang in wenigen Wochen scheint der Kampf um SpaceX-Aktien bereits begonnen zu haben.
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