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Der Halbleitersektor bleibt im Vorfeld des Zinsentscheids der US-Notenbank deutlich unter Druck.

In Südkorea schloss Samsung Electronics heute mit einem Minus von mehr als 5 Prozent, während SK Hynix rund 10 Prozent verlor. Seit dem Hoch hat SK Hynix inzwischen fast 60 Prozent eingebüßt.

Das nimmt mittlerweile ziemlich extreme Ausmaße an. Ich persönlich habe heute Morgen unter anderem SK Hynix nachgekauft, als der Kurs den exponentiellen 200-Tage-Durchschnitt berührte. Wichtig: Ich habe die südkoreanische Notierung der Aktie gekauft, nicht die teurere US-Variante.

SK Hynix daalde bijna 60% vanaf de top en tikt 200-daagse exponentiële koersgemiddelde aan.
SK Hynix fiel vom Hoch um fast 60 Prozent und berührt den exponentiellen 200-Tage-Durchschnitt. Quelle: TradingView

Das ist keine Garantie, dass der Boden erreicht ist. Der Kurs kann jederzeit weiter fallen. Nach einem Rückgang von fast 60 Prozent wird das Chance-Risiko-Verhältnis für mich persönlich aber wieder interessanter.

Warum ich vorsichtig nachkaufe

Die Sorgen rund um Speicherchips kommen nicht aus dem Nichts. Der Markt ist zyklisch. Margen können stark schwanken. China baut mit CXMT einen eigenen Speicherchip-Champion auf. Und Anleger beginnen zu zweifeln, ob die enormen KI-Investitionen der Hyperscaler ausreichende Renditen bringen.

Das sind alles berechtigte Risiken. Dennoch wird SK Hynix inzwischen mit einem Forward-KGV von etwa 4 gehandelt. Für ein Unternehmen, das so tief in der KI-Infrastrukturkette verankert ist, ist das nach diesem Kursverfall für mich interessant genug, um vorsichtig Positionen aufzubauen.

KI-Zyklus scheint noch nicht vorbei zu sein

Es würde mich überraschen, wenn der KI-Zyklus hier bereits endet. Alphabet hat erst vergangene Woche seine erwarteten KI-Investitionen für 2026 erneut angehoben. Heute Abend sind Microsoft und Meta an der Reihe, und vieles spricht dafür, dass sie ein ähnliches Bild zeichnen.

Mehr Kapital fließt in Rechenzentren, Chips, Speicher und KI-Infrastruktur. Für SK Hynix und Samsung ist das wichtig.

Beide liefern High-Bandwidth-Memory, einen zentralen Baustein für KI-Server. Solange Hyperscaler ihre Investitionen weiter erhöhen, bleibt die fundamentale Nachfrage nach diesen Chips bestehen.

Der Markt will aber mehr sehen als steigende Investitionsausgaben. Von Microsoft und Meta erwarten Anleger heute Abend Belege dafür, dass KI-Ausgaben auch zu Umsatzwachstum, besseren Margen und freien Cashflows führen.

Iran und Öl verschärfen die Lage

Gleichzeitig ist das makroökonomische Umfeld schwieriger geworden. Das Wiederaufflammen des Iran-Kriegs und der Anstieg des Brent-Ölpreises setzen die Inflationserwartungen erneut unter Druck. Solange die Straße von Hormus faktisch beeinträchtigt bleibt, kann Öl für die Notenbanken zum Problem werden.

Höhere Ölpreise bedeuten höhere Inflationsrisiken. Höhere Inflationsrisiken bedeuten restriktivere Notenbanken. Und restriktivere Notenbanken bedeuten höhere Zinsen und höhere Kapitalkosten für KI-Investitionen.

Brent-olieprijs en Amerikaanse obligatierentes zijn momenteel cruciaal voor AI-complex.
Brent-Ölpreis und US-Anleiherenditen sind derzeit entscheidend für den KI-Sektor. Quelle: TradingView

Genau darin liegt das Problem für den KI-Sektor. Er ist auf reichlich verfügbares und relativ günstiges Kapital angewiesen. Wenn Ölpreise und Zinsen weiter steigen, verteuert sich die Finanzierung, und Bewertungen geraten unter Druck.

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Kevin Warsh stellt klar: Es gibt nur ein Inflationsziel – 2 Prozent

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