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An den Finanzmärkten gibt es unzählige Anlageklassen: Kryptowährungen, Rohstoffe, Aktien, ETFs und vieles mehr. Die zentralen Gradmesser des globalen Finanzsystems sind jedoch der S&P 500 und der Nasdaq 100, die beiden großen US-Aktienindizes. Ihre Entwicklung prägt maßgeblich die Stimmung an den Finanzmärkten.
Rezessionen gehen häufig mit Einbrüchen dieser beiden Indizes einher, während wirtschaftlich starke Phasen sich in steigenden Bewertungen widerspiegeln. Wie ist die Lage derzeit?
Zunächst kurz zu den beiden Indizes: Der S&P 500 umfasst die 500 größten börsennotierten Unternehmen der Vereinigten Staaten und gilt als wichtiger Gradmesser für die US-Wirtschaft.
Der Nasdaq 100 ist ein Börsenindex mit den hundert größten Technologieunternehmen, darunter Apple, Microsoft, Nvidia und Amazon.
Zunächst zum S&P 500. Langfristig gewinnt der Index an Wert. Viele Anleger setzen deshalb auf S&P-500-ETFs als Anlagestrategie. Trotz einzelner Crashs zeigt der Trend nach oben. In den vergangenen Jahren gab es mehrere solcher Einbrüche, häufig ausgelöst durch externe Ereignisse, etwa die Handelskonflikte unter Donald Trump.

Die letzte wirklich längere Schwächephase war 2022 zu beobachten. Der Index fiel damals fast 300 Tage lang in einem Abwärtstrend und verlor gut 25 Prozent. Seitdem hat der S&P 500 um mehr als 100 Prozent zugelegt.
In dieser Woche sah es zunächst so aus, als würde der Index aus einer sogenannten Bull Pennant ausbrechen. Der Rückgang der vergangenen Tage hat den Kurs jedoch wieder in die Formation zurückgeführt. So schwach, wie es auf den ersten Blick wirken könnte, ist das Bild damit nicht.

Der Nasdaq zeigt ein ähnliches Muster wie der S&P 500, ist aber noch volatiler. Das liegt auch daran, dass Technologieaktien in den vergangenen Jahren besonders gefragt waren, getrieben von der enormen Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI). Seit dem Rückgang im Jahr 2022 ist der Nasdaq bereits um fast 200 Prozent gestiegen.

In den vergangenen Wochen hat der Nasdaq jedoch nachgegeben. Die Chipbranche sorgte in den vergangenen Monaten für massive Gewinne, doch nun scheint der Sektor etwas an Dynamik zu verlieren.
Bei rund 26.000 Punkten liegt für den Nasdaq eine klare Unterstützungszone. Es ist möglich, dass der Nasdaq in den kommenden Monaten weiter abkühlt. Der S&P 500 zeigt sich bislang etwas robuster als der Nasdaq.
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