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Die US-Futures steigen am Freitagmorgen leicht an, während sich die Wall Street auf eine weitere positive Börsenwoche vorbereitet. Die Futures auf den S&P 500 legten um 0,34 Prozent zu, während die Nasdaq 100-Futures um 0,45 Prozent stiegen.

Damit steuert der S&P 500 auf den achten Wochengewinn in Folge zu. Der Index liegt in dieser Woche bisher 0,5 Prozent im Plus, trotz einer deutlichen Zunahme der Volatilität. Auch die Nasdaq bleibt stark. Der Technologie-Index liegt in dieser Woche 0,3 Prozent höher und ist auf dem Weg zur siebten positiven Woche in den letzten acht Wochen.

Zinsen sorgen für Unruhe

Die Unruhe kam in dieser Woche vor allem vom Anleihemarkt. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg Anfang der Woche über 5,19 Prozent. Das war der höchste Stand seit der Zeit vor der Finanzkrise.

Später fiel die Rendite auf 5,09 Prozent zurück, doch die Warnung war unmissverständlich. Anleger sorgen sich um hartnäckige Inflation, hohe Staatsdefizite und die Möglichkeit, dass die Federal Reserve die Zinsen länger hoch halten muss.

Für Aktien ist das entscheidend. Höhere Zinsen machen zukünftige Gewinne weniger wert und stellen insbesondere ein Risiko für Wachstumsaktien dar, zu denen viele Technologieunternehmen gehören.

Ölpreise sinken durch Hoffnung auf Iran-Deal

Gleichzeitig gab es etwas Erleichterung vom Energiemarkt. Die Ölpreise fielen, da Händler optimistischer über eine mögliche Lösung des Konflikts im Nahen Osten wurden.

Der US-amerikanische WTI-Ölpreis sank um fast 2 Prozent auf 96,35 Dollar pro Barrel. Brent-Öl verlor mehr als 2 Prozent und schloss bei 102,58 Dollar.

Laut Adam Crisafulli von Vital Knowledge ist ein Deal mit Iran nach wie vor wahrscheinlicher als keine Einigung. Er warnt jedoch, dass ein Großteil dieses Optimismus bereits in den Marktpreisen enthalten ist. Außerdem erwartet er, dass der Konflikt noch mindestens einige Quartale stagflationäre Effekte haben wird. Höhere Preise in Kombination mit Druck auf das Wirtschaftswachstum.

Kevin Warsh übernimmt Fed

Am Freitag steht auch die Vereidigung von Kevin Warsh auf der Agenda. Donald Trump nominiert ihn als neuen Vorsitzenden der Federal Reserve und Nachfolger von Jerome Powell.

Warsh beginnt zu einem schwierigen Zeitpunkt. Der Aktienmarkt nähert sich Rekordhöhen, aber die Anleiherenditen bleiben hoch und Inflationssorgen bestehen fort. Anleger werden daher besonders auf seine ersten Signale zu Zins, Inflation und der Unabhängigkeit der Zentralbank achten.

Vorläufig bleibt das Marktbild bemerkenswert widerstandsfähig. Der S&P 500 steigt trotz höherer Zinsen, geopolitischer Unsicherheiten und Inflationssorgen. Die Fehlermarge wird jedoch kleiner. Wenn das Öl wieder steigt oder die Anleiherenditen weiter anziehen, könnte die Ruhe an der Wall Street schnell wieder verschwinden.

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