Die amerikanische Fintech-Bank SoFi und der Zahlungsgigant Mastercard arbeiten zusammen an einem neuen Schritt im Bereich digitaler Zahlungen. Die beiden Unternehmen wollen einen eigenen Stablecoin im globalen Kartennetzwerk von Mastercard einsetzen, um internationale Transaktionen schneller und effizienter zu gestalten.
Stablecoin SoFiUSD im Mastercard-Netzwerk nutzbar
Die Zusammenarbeit zwischen SoFi Technologies und Mastercard wird intensiviert. Künftig kann SoFiUSD, der Stablecoin der SoFi Bank, für Zahlungen über das globale Netzwerk von Mastercard genutzt werden. Dies gaben die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.
SoFiUSD ist vollständig durch US-Dollar gedeckt und wird von einer nationalen, versicherten Bank ausgegeben. Der Token läuft auf einer öffentlichen Blockchain und ist für schnelle, stabile Zahlungen rund um die Uhr konzipiert.
Laut SoFi-CEO Anthony Noto liegt der Schwerpunkt auf Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit: „SoFiUSD ist ein zentraler Bestandteil unserer Strategie, weltweiten Geldtransfer schneller, günstiger und sicherer zu machen.“ Er fügt hinzu: „Dies ist erst der Anfang unserer Mission, die Bankinfrastruktur für den digitalen Handel fit zu machen.“
Digitale Dollars für grenzüberschreitende Zahlungen
Der Stablecoin ist nicht nur für SoFi selbst gedacht. Auch andere Banken und Kunden von Galileo, der Technologieplattform von SoFi, können künftig Zahlungen mit SoFiUSD abwickeln. Das bedeutet, dass Unternehmen und Banken Geld schneller überweisen können, auch ins Ausland oder zwischen Unternehmen.
Sherri Haymond, verantwortlich für digitale Produkte bei Mastercard, sieht dies als logischen Schritt. Sie erklärt: „Mit SoFiUSD erweitern wir die Möglichkeiten regulierter digitaler Währungen weltweit. Das bietet mehr Auswahl und Flexibilität bei der Art und Weise, wie Menschen zahlen oder bezahlt werden.“
Der Stablecoin wird auch in das Multi-Token-Netzwerk von Mastercard integriert. Dies ist die digitale Plattform, die das Unternehmen dazu nutzen möchte, traditionelle Währungen und digitale Coins miteinander zu verbinden, um Zahlungen zwischen traditionellen Banken und digitalen Systemen reibungsloser zu gestalten.
Stablecoins könnten Milliardenmarkt werden
Stablecoins erobern rasant die Finanzwelt. Die Bank Standard Chartered prognostizierte vergangenen Monat, dass der Stablecoin-Markt bis 2028 auf 2 Billionen Dollar anwachsen könnte. Sollte dieses Szenario eintreten, könnten laut der Bank Hunderte Milliarden Dollar an Spareinlagen aus dem traditionellen Bankensystem abfließen.
Sogar Länder zeigen Interesse an dieser Technologie. Changpeng Zhao, Gründer von Binance, berichtete, dass bereits zwölf Länder mit ihm über die Entwicklung eines eigenen nationalen Stablecoins sprechen. Damit wird deutlich, dass Stablecoins nicht mehr nur ein Kryptotrend sind, sondern eine ernsthafte Rolle im globalen Finanzsystem spielen.
Auch in Europa wird intensiv an einem eigenen Stablecoin gearbeitet, als Gegenreaktion auf die Dominanz des digitalen Dollars. Ein Konsortium aus zwölf großen Banken, darunter ING und UniCredit, plant die Einführung eines vollständig gedeckten Euro-Stablecoins im Jahr 2026. siehe Details.
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