Wenn es nach dem russischen Finanzminister geht, sollten Kryptowährungen so schnell wie möglich im Land reguliert werden. Täglich sollen Milliarden Rubel in Krypto-Transaktionen fließen. Ein großes Problem, da die Regierung keinen Einblick hat.
Tägliches Handelsvolumen von Milliarden Rubel in Krypto
Laut dem russischen Nachrichtenportal RBC hat Finanzminister Ivan Chebeskov betont, dass die Regulierung des Kryptomarktes sehr wichtig sei. Angeblich wechseln täglich Milliarden Rubel den Besitzer, ohne dass die russische Regierung darüber informiert ist.
Auf der Alfa Talk Konferenz äußerte sich Chebeskov ebenfalls zu diesem Thema. Er erklärte, dass täglich etwa 50 Milliarden Rubel in digitalen Währungen gehandelt werden. Auf das Jahr hochgerechnet entspricht das mehr als 10 Billionen Rubel. Das sind umgerechnet etwa 550 Millionen Euro täglich und 110 Milliarden Euro im Jahr.
Baldige Annahme von Gesetzen zur Kryptoregulierung
Ende Dezember präsentierte die Zentralbank bereits den Plan, Krypto für qualifizierte und nicht qualifizierte Anleger zugänglich zu machen. Für letztere Gruppe soll ein Limit von 300.000 Rubel pro Jahr gelten, umgerechnet etwa 3.300 Euro. Qualifizierte Anleger hingegen sollen Zugang zum breiten Kryptomarkt erhalten, mit Ausnahme von Privacytokens.
Sowohl der Vorsitzende der Zentralbank, Wladimir Chistyukhin, als auch der Finanzminister hoffen, dass die neue Gesetzgebung schnell angenommen werden kann.
Eine erste Möglichkeit dazu bietet sich im Sommer, wenn eine neue Gesetzgebungsperiode beginnt. So bleibt beispielsweise noch genügend Zeit für Marktteilnehmer, die notwendigen Lizenzen zu erhalten.
Kryptoeinsatz zur Umgehung von Sanktionen
Während Russland früher alle Kryptowährungen verbieten wollte, scheint es nun vermehrt davon abzurücken. Aufgrund des Krieges in der Ukraine haben verschiedene Länder, darunter die Europäische Union, diverse Sanktionen gegen Russland verhängt. Dadurch sind internationale Transaktionen deutlich erschwert.
Das Land hat deshalb selbst zu digitalen Währungen gegriffen. Da dies niemand verhindern kann und es die Anonymität bietet, die Russland derzeit sucht. Auch die Europäische Union sieht dies und ist der Meinung, dass hier etwas unternommen werden muss.
Sie befürchten, dass Russland Sanktionen durch die Nutzung von Kryptowährungen umgehen kann. Daher besteht der Vorschlag darin, alle Krypto-Transaktionen mit Russland zu verbieten. Diese Idee wäre Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets, um die Russen wirtschaftlich und finanziell zu treffen.
MiCA belastet Europas Kryptomarkt: Immer mehr Firmen verlassen den Kontinent
Gate Europe warnt, dass strenge MiCA-Vorgaben kleinere Kryptounternehmen aus dem europäischen Markt drängen könnten.
Klage gegen BitMEX: Kryptobörse soll Bitcoin gestohlen haben
BitMEX wird wegen mutmaßlichen Bitcoin-Diebstahls und mutmaßlicher Marktmanipulation verklagt. Geschädigte verlangen Schadensersatz und die Rückgabe von BTC.
Digitaler Euro vor entscheidender Phase: Das steht auf dem Spiel
Der digitale Euro geht in die entscheidende Verhandlungsphase. Worum es bei dem Projekt geht, weshalb die EZB ihn will – und warum Kritiker Risiken sehen.
Meist gelesen
Kryptoexperte: In 24 Tagen gibt es neue XRP-Millionäre
XRP-Anleger hoffen auf den Durchbruch, weil der US-Senat den Crypto Clarity Act womöglich schon bald auf die Tagesordnung setzt.
Krypto-Anleger prognostizieren XRP-Kurs zum 1. August 2026
Polymarket-Händler sehen für XRP Anfang August eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für 1,20 Dollar und von 34 Prozent für einen Kurs unter 1 Dollar.
Ripple erwog Auflösung und Ausschüttung von Milliarden XRP an Anteilseigner
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
