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Revolut stellt die Unterstützung des Stablecoins Tether (USDT) für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und in der Schweiz ein. Das Unternehmen begründet den Schritt mit den neuen europäischen Kryptoregeln unter MiCA. Außerhalb dieser Region bleibt USDT vorerst weiter über die Plattform verfügbar.
Nach Angaben des Unternehmens geht die Entscheidung auf eine regelmäßige Überprüfung des Angebots an digitalen Vermögenswerten zurück, bei der die neue europäische Regulierung eine zentrale Rolle gespielt habe.
Nach einer regelmäßigen Prüfung des eigenen Angebots habe Revolut entschieden, die Unterstützung von USDT für Kunden in Europa wegen des veränderten europäischen Regulierungsrahmens unter MiCA zu beenden.
Auslöser der Entscheidung ist die europäische Markets-in-Crypto-Assets-Verordnung (MiCA). Sie führt neue Vorgaben für Anbieter digitaler Vermögenswerte und für Emittenten von Stablecoins innerhalb der Europäischen Union ein.
Ein Stablecoin ist ein digitaler Coin, dessen Wert an eine klassische Währung wie den US-Dollar gekoppelt ist. Tether (USDT) ist mit einem Marktwert von rund 184 Milliarden Dollar der mit Abstand größte Stablecoin der Welt.
Revolut ist damit nicht allein. Immer mehr europäische Handelsplattformen trennen sich von USDT. Der wichtigste Grund: Tether hat sich gegen einen Antrag auf eine MiCA-Lizenz entschieden, weshalb viele Anbieter den Stablecoin vorsorglich aus dem Angebot nehmen.
In der vergangenen Woche informierte Revolut europäische Kunden über die Änderung. Spätestens am 31. August 2026 wird USDT für Nutzer im EWR vollständig von der Plattform entfernt.
Der Rückzug hatte allerdings bereits früher begonnen. Revolut hatte USDT zuvor schon von Revolut X entfernt, der Handelsplattform für europäische Kunden. Mit dem letzten Schritt verschwindet der Stablecoin nun auch aus der regulären App für Privatkunden.
Auffällig ist, dass auch Schweizer Kunden betroffen sind. Obwohl die Schweiz weder zur Europäischen Union noch zum EWR gehört, gilt die Maßnahme auch dort. Revolut erklärte nicht, warum das Land in die Entscheidung einbezogen wurde.
Revolut führte den Handel mit digitalen Vermögenswerten 2017 ein und baute diesen Bereich 2024 im EWR weiter aus.
Mit der Streichung von USDT folgt das Unternehmen einem breiteren Trend in Europa. Seit der Einführung von MiCA prüfen immer mehr Kryptounternehmen ihr Angebot neu. Dadurch verschwinden einige digitale Vermögenswerte von europäischen Handelsplattformen, während andere die neuen Vorgaben erfüllen und verfügbar bleiben.
Die Entscheidung von Revolut zeigt, wie stark MiCA den Markt inzwischen prägt. Die Regulierung soll zwar für mehr Klarheit und Schutz sorgen, zwingt Anbieter zugleich aber zu erheblichen Anpassungen ihrer Dienstleistungen und Produkte.
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