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Mastercard rückt erneut näher an den Kryptosektor heran. Der Zahlungskonzern hat gemeinsam mit Borderless einen Pilotversuch gestartet, um internationale Stablecoin-Zahlungen sicherer und effizienter zu machen. Im Mittelpunkt steht eines der größten Hindernisse für globale Stablecoin-Transaktionen: Vertrauen und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
Mastercard testet gemeinsam mit dem Stablecoin-Netzwerk Borderless, wie das Crypto-Credential-Framework bei grenzüberschreitenden Zahlungen mit Stablecoins eingesetzt werden kann. Das Framework soll den Beteiligten einer Transaktion standardisierte Verifizierungs- und Vertrauenssignale liefern.
Ziel ist es, Finanzinstituten und anderen Marktteilnehmern eine bessere Einschätzung zu ermöglichen, ob eine Transaktion ihren Anforderungen an Compliance, Risikomanagement und Freigabe entspricht. Beide Unternehmen wollen damit Reibungsverluste verringern, die internationale Stablecoin-Zahlungen derzeit noch ausbremsen.
Nach Einschätzung von Kevin Lehtiniitty, Mitgründer und CEO von Borderless, liegt genau darin die zentrale Herausforderung. Traditionelle Korrespondenzbanken hätten dieses Problem bereits vor Jahren gelöst, indem sie sich bei regulatorischen Prüfungen gegenseitig auf die Kontrollen der beteiligten Institute verlassen, statt jede Prüfung mehrfach durchzuführen.
Mastercard verarbeitet im Rahmen des Pilotprojekts selbst keine Zahlungen und übernimmt auch keine Transaktionsabwicklung. Das Unternehmen stellt ausschließlich die Verifizierungs- und Governance-Ebene bereit, die den Teilnehmern mehr Sicherheit geben soll.
Der Pilotversuch fügt sich in die breitere Strategie von Mastercard ein, Stablecoins im internationalen Zahlungsverkehr fest zu verankern.
Erst in dieser Woche schloss das Unternehmen die Übernahme des Stablecoin-Infrastrukturunternehmens BVNK ab. Früheren Berichten zufolge hatte der Deal ein Volumen von rund 1,8 Milliarden Dollar.
Zudem hatte Mastercard im Juni angekündigt, seine Abwicklungsdienste um Stablecoins zu erweitern. Unterstützt werden unter anderem USDC von Circle, PYUSD von PayPal, USDG, USDP, RLUSD von Ripple und SoFiUSD.
Mit dem neuen Pilotprojekt prüft Mastercard nun, wie auch Kontrolle und Verifizierung rund um Stablecoin-Zahlungen stärker standardisiert werden können. Internationale Transaktionen sollen dadurch schneller abgewickelt werden, während Finanzinstitute zugleich ihre gesetzlichen Pflichten besser erfüllen können.
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