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Weltweit fließt immer mehr Kapital in die Energiewende, und das Tempo nimmt weiter zu. Neue Zahlen von BloombergNEF zeigen, dass die Investitionen in diesem Jahr trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen stark steigen.

Bemerkenswert ist, dass gerade der Konflikt in Iran diesen Trend weiter verstärkt. Durch höhere Energiepreise und Unsicherheiten in der Ölversorgung wächst der Druck, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Für Investoren wird die Energiewende damit von einer langfristigen Aussicht zu einer direkten Chance.

Rekordinvestitionen und starkes Wachstum im Energiesektor

Bereits 2025 wurden weltweit rund 2.300 Milliarden Dollar in die Energiewende investiert. Das entspricht einem Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 wird sogar mit einem Wachstum von über fünfundzwanzig Prozent gerechnet.

Grafiek die de groei van wereldwijde investeringen in de energietransitie toont van 2020 tot 2025, met sterke stijging naar 2.300 miljard dollar in 2025, vooral door elektrisch vervoer en duurzame energie.
Weltweite Investitionen in die Energiewende steigen bis 2025 auf Rekordniveau (Quelle: BloombergNEF)

Der größte Teil dieses Kapitals floss in den Bereich der Elektromobilität. Fast 900 Milliarden Dollar wurden in Elektroautos und die dazugehörige Ladeinfrastruktur investiert. Dies ist eine deutliche Beschleunigung, unter anderem aufgrund strengerer Vorschriften und steigender Nachfrage.

Auch erneuerbare Energien bleiben eine wichtige Säule. Rund 690 Milliarden Dollar flossen in diesen Bereich. Gleichzeitig wurde kräftig in Stromnetze investiert, was fast 500 Milliarden Dollar ausmacht. Das unterstreicht die Bedeutung von Infrastruktur in einer immer schneller elektrifizierenden Welt.

Die Entwicklung passt zu breiteren Trends, die bereits früher sichtbar wurden. In einer aktuellen Analyse von Morningstar wurde deutlich, dass höhere Energiepreise und geopolitische Risiken dauerhaft Teil des Marktes bleiben. Das stärkt die Investitionsaussichten für alternative Energien.

Europa gewinnt an Boden, China bleibt Großmacht

China bleibt mit Abstand der größte Akteur und investierte rund 800 Milliarden Dollar. Dennoch ist eine deutliche Verschiebung erkennbar. Erstmals seit Jahren gingen die Investitionen in erneuerbare Energien dort zurück.

Andere Regionen holen hingegen auf. Europa sticht mit einem Wachstum von achtzehn Prozent auf 455 Milliarden Dollar hervor. Damit leistet die Europäische Union den größten Beitrag zum globalen Wachstum.

Auch die Vereinigten Staaten verzeichnen einen Anstieg, trotz politischer Gegenwinde. Die Investitionen stiegen dort um 3,5 Prozent auf etwa 378 Milliarden Dollar.

Diese Verschiebung passt zu einem breiteren Trend, bei dem Länder stärker auf Energiesicherheit und eigene Produktion setzen. Unternehmen und Regierungen wollen weniger abhängig von ausländischen Lieferketten sein, was die Energiewende weiter beschleunigt.

Cleantech und Rechenzentren ziehen Kapital an

Auffallend ist der starke Aufschwung bei Cleantech-Unternehmen. Sie sammelten über 77 Milliarden Dollar durch Aktienfinanzierung ein. Das ist ein Anstieg von mehr als fünfzig Prozent und der erste deutliche Zuwachs seit Jahren.

Besonders Unternehmen, die in den Bereichen Energiespeicherung, saubere Energie und nachhaltiger Transport tätig sind, ziehen Investoren an. Auch Fusionen und Übernahmen sind weiterhin beliebt, mit fast 100 Milliarden Dollar an Abschlüssen.

Zudem wächst ein neuer Faktor rasant: Rechenzentren. Durch den Aufstieg von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung steigt die Nachfrage nach Elektrizität explosionsartig. 2025 flossen schätzungsweise 500 Milliarden Dollar in diesen Sektor.

Damit sind Rechenzentren inzwischen größer als Solarenergie als Investitionskategorie, obwohl Elektromobilität die größte bleibt.

Wachstum setzt sich fort, aber nicht ohne Risiken

Dennoch ist das Gesamtbild nicht ausschließlich positiv. Das Wachstum der gesamten Investitionen verlangsamt sich. Lag es vor einigen Jahren noch über zwanzig Prozent, so ist es mittlerweile auf acht Prozent zurückgegangen.

Auch bleiben einige Sektoren zurück. Investitionen in Wasserstoff und Kernenergie sind gesunken, was zeigt, dass die Energiewende ungleichmäßig verläuft.

Dennoch ist die Richtung klar. Die Nachfrage nach Energie steigt weiter und geopolitische Spannungen zwingen Länder, ihre Strategien zu überdenken. Der Konflikt in Iran hat diese Dringlichkeit nur noch verstärkt.

Für die kommenden Jahre wird mit durchschnittlich 2.900 Milliarden Dollar an Investitionen pro Jahr gerechnet. Damit bleibt die Energiewende eines der größten und prägendsten Themen für Investoren weltweit.

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