Während seiner Rede auf dem U.S. Monetary Policy Forum in New York City betonte Jerome Powell, Vorsitzender der Federal Reserve, die Notwendigkeit eines vorsichtigen geldpolitischen Ansatzes. Er gab an, dass die Zentralbank keine Eile mit Zinssenkungen habe und vorerst eine abwartende Haltung einnehme.
„Wir müssen uns nicht beeilen und sind gut positioniert, um auf mehr Klarheit zu warten“, so Powell.
Arbeitsmarkt bleibt trotz leichter Erhöhung der Arbeitslosenquote stark
Powell verwies auf die Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes. Im Februar kamen 151.000 neue Arbeitsplätze hinzu, wodurch der durchschnittliche monatliche Arbeitsplatzverlust seit September bei 191.000 liegt.
Trotz eines leichten Anstiegs der Arbeitslosenquote auf 4,1 % bleibt diese innerhalb des Bereichs von 3,9 % bis 4,2 %, der im vergangenen Jahr beobachtet wurde. Powell betonte, dass das Lohnwachstum abgeflacht sei, was zu einer besseren Balance von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt führe.
„Da das Lohnwachstum moderiert und der Arbeitsmarkt besser ins Gleichgewicht gekommen ist, stellt er keine signifikante Quelle für Inflationsdruck mehr dar“, sagte Powell.
Inflation sinkt, bleibt aber über Zielwert
Laut Powell ist die Inflation von einem Höchststand von über 7 % Mitte 2022 auf 2,5 % im Januar gesenkt worden. Dennoch bleibt dieser Wert über dem Zielwert von 2 % der Federal Reserve.
„Der Weg, um die Inflation nachhaltig auf unser Ziel zu senken, war holprig, und wir erwarten, dass es so bleibt.“
Die Federal Reserve wird sich weiterhin auf Inflationsentwicklungen konzentrieren und keine überstürzten politischen Entscheidungen treffen.
Handelspolitik und Zinsperspektiven
Powell sprach auch über die jüngsten Handelsmaßnahmen der US-Regierung, wie die angekündigten – und später verschobenen – Zölle, die Handelspartner wie Mexiko, Kanada und China betreffen. Diese politischen Änderungen führen zu mehr Volatilität und erschweren die wirtschaftlichen Aussichten.
Er gab an, dass die Federal Reserve die Zinssätze in den kommenden Monaten wahrscheinlich nicht senken wird. Ende 2024 wurde der Referenzzinssatz um 100 Basispunkte auf eine Bandbreite von 4,25 % – 4,5 % gesenkt, und diese Politik blieb im Januar unverändert.
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