Der Ölpreis ist heute auf 118 Dollar pro Barrel gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit fast vier Jahren erreicht. Der Anstieg wird durch den anhaltenden Krieg im Nahen Osten befeuert, dessen Ende nicht absehbar ist. Weltweit eröffneten die Börsen tief im Minus.
Straße von Hormus weiterhin nahezu blockiert
Die Hauptursache bleibt die Situation rund um die Straße von Hormus. Der entscheidende Knotenpunkt für den globalen Ölhandel ist immer noch weitgehend blockiert. Ein Großteil des weltweiten Ölexports ist dadurch lahmgelegt.
Länder wie Kuwait und Saudi-Arabien haben ihre Ölproduktion reduziert, da die Lagerkapazitäten ausgelastet sind. Sie können schlichtweg nicht exportieren, solange die Meerenge blockiert bleibt. Die Folge: Das Angebot schrumpft, während die Nachfrage konstant bleibt, und die Preise steigen.
Asiatische Börsen brechen ein, Europa und USA folgen
Der steigende Ölpreis wirkt sich direkt auf die Aktienmärkte aus. In Asien wurden heute Morgen erhebliche Verluste verzeichnet. Der japanische Nikkei liegt 5,5% im Minus und der koreanische Kospi verliert sogar mehr als 6,5%.
Auch die westlichen Märkte bleiben von den Kursverlusten nicht verschont. Die S&P 500 Futures stehen 1,5% niedriger. Der niederländische AEX wird voraussichtlich etwa 1,5% im Minus eröffnen und der deutsche DAX etwa 2,25%.
Die Kombination aus Rekordölpreisen, einer blockierten Straße von Hormus und einem immer weiter eskalierenden Konflikt treibt Anleger weltweit aus risikoreichen Investitionen.
Trump: Ölpreis von 100 Dollar „kleiner Preis“ für Frieden
Präsident Trump verteidigte die militärische Kampagne trotz steigender Ölpreise. Auf Truth Social schrieb er, dass höhere Energiepreise temporär seien und einen „kleinen Preis“ für weltweite Sicherheit und Frieden darstellten.
Diese Aussage steht im starken Kontrast zur Realität an den Märkten, wo Anleger die steigenden Ölpreise als erhebliches Risiko für Inflation und Wirtschaftswachstum betrachten.
Ölpreis fällt nach Berichten über strategische Reserven
Später am Tag änderte sich das Bild teilweise. Die G7-Länder erwägen, gemeinsam 400 Millionen Barrel Öl aus ihren strategischen Reserven freizugeben, um den Preisdruck zu mindern. Diese Nachricht sorgte für eine schnelle Wende am Energiemarkt. Der Preis, der zuvor über 118 Dollar lag, gab einen Großteil der Gewinne wieder ab.
Ob die G7-Maßnahme ausreicht, um den Markt dauerhaft zu beruhigen, hängt von Umfang und Timing der Freigabe ab. Solange die Straße von Hormus geschlossen bleibt und der Konflikt anhält, bleibt der Aufwärtsdruck auf den Ölpreis hoch.
IBM-Chef sieht kommerziellen Durchbruch für Quantencomputer ab 2028
IBM rechnet damit, dass Quantencomputer ab 2028 kommerziell den Durchbruch schaffen. Auch die Kryptobranche verfolgt die Technologie und ihre möglichen Folgen aufmerksam.
Studie zeigt, warum Frauen besser investieren als Männer
Eine Studie zeigt, warum Frauen im Schnitt erfolgreicher investieren als Männer – und wie sich das langfristig in höheren Renditen niederschlägt.
LVMH überrascht dank Louis Vuitton und Dior mit Wachstum
Der Luxuskonzern LVMH steckt an der Börse in einer schwierigen Phase. Die Quartalszahlen liefern nun aber wieder einige Lichtblicke.
Meist gelesen
Krypto-Anleger prognostizieren XRP-Kurs zum 1. August 2026
Polymarket-Händler sehen für XRP Anfang August eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für 1,20 Dollar und von 34 Prozent für einen Kurs unter 1 Dollar.
ChatGPT prognostiziert XRP-Kurs auf dieses Niveau bis Ende 2026
ChatGPT erwartet, dass der XRP-Kurs bis Ende 2026 auf 1,40 US-Dollar steigen kann, warnt aber zugleich vor anhaltendem Verkaufsdruck.
XRP-Kurs könnte auf 6,40 Dollar steigen, sagt bekannter Kryptoanalyst
Der Kryptoanalyst Egrag Crypto erwartet XRP bei 6,40 Dollar. Zuvor muss die Kryptowährung jedoch wichtige Unterstützungs- und Widerstandsmarken durchbrechen.
