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Die Zentralbank von Nigeria (CBN) arbeitet mit der Nigeria Securities and Exchange Commission (SEC) zusammen, um neue Regeln für digitale Währungen wie Kryptowährungen zu erarbeiten. Das kündigte CBN-Gouverneur Olayemi Cardoso im Rahmen einer Vortragsreihe an der Lagos Business School an. Die Kooperation soll für klare und verlässliche Regulierung sorgen, damit das Wachstum digitaler Finanztechnologien im Land sicher stattfinden kann.
Laut Cardoso ist das Ziel, einen stabilen und zukunftsorientierten Rahmen zu schaffen, der alle wesentlichen Aspekte digitaler Vermögenswerte berücksichtigt. „Wir arbeiten eng zusammen, um sicherzustellen, dass alle beteiligten Institutionen zu einer nachhaltigen Politik rund um digitale Währungen beitragen“, so Cardoso. Er rechnet damit, dass Technologien wie Blockchain und Fintech großen Einfluss auf die künftige Währungspolitik Nigerias haben werden, auch wenn noch unklar ist, wie stark dieser Einfluss genau sein wird.
Nigeria hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Akteur in der Welt der digitalen Währungen entwickelt. Zugleich stand das Land vor großen Herausforderungen bei der Regulierung dieses rasant wachsenden Sektors. Aufsichtsbehörden taten sich schwer, die Märkte zu kontrollieren, was die Landeswährung unter Druck setzte. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger, vor allem junge Menschen, wechselten daher zu Kryptowährungen.
2021 untersagte die Zentralbank daher Finanzinstituten die Zusammenarbeit mit Krypto-Plattformen. Banken mussten zudem Konten schließen, die mit digitalen Vermögenswerten verbunden waren. Nach Angaben der CBN war dieser Schritt nötig, um Risiken wie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu begrenzen und Verbraucher zu schützen, solange es noch keine klaren Regeln gab.
Zwei Jahre später, im Dezember 2023, hob die Zentralbank das Verbot wieder auf. Es wurden neue Leitlinien für Banken und Finanzinstitute eingeführt, damit sie sicher mit Unternehmen zusammenarbeiten können, die Krypto-Dienste anbieten. Diese Kehrtwende habe laut Cardoso das Vertrauen in die nigerianische Wirtschaft gestärkt und zu neuem Interesse ausländischer Investoren geführt.
Gleichzeitig arbeitet die nigerianische Regierung an ergänzender Gesetzgebung. Die SEC will, dass Krypto-Transaktionen künftig unter das Steuerrecht fallen, und erarbeitet einen Gesetzentwurf, der dies ermöglichen soll. „Die SEC sieht, dass Krypto-Transaktionen eine wichtige Quelle für Steuereinnahmen sein können“, so die Aufsicht.
Trotz dieser Schritte bleibt der Übergang zu einem regulierten Kryptomarkt eine Herausforderung. Viele Händler, insbesondere junge Menschen, zögern weiterhin, offen mit digitalen Währungen zu handeln. Es gibt Berichte über Polizeieinsätze, bei denen Menschen strafrechtlich verfolgt werden oder Geld abgeben müssen, weil sie Krypto besitzen oder damit handeln.
Nigeria hofft, dass die Zusammenarbeit zwischen CBN und SEC zu einem klaren, sicheren und verlässlichen Regulierungsrahmen führt. Dieser soll Verbraucher schützen und zugleich Raum für Innovation schaffen. Gelingt das, könnte sich Nigeria zu einem wichtigen Zentrum für digitale Finanztechnologie in Afrika entwickeln.
Die Zusammenarbeit von CBN und SEC markiert einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung von Nigerias Finanzsektor. Mit klaren Regeln will das Land nicht nur Investoren anziehen, sondern auch für einen stabilen und transparenten Kryptomarkt sorgen. Damit positioniert sich Nigeria als Vorreiter bei der Einführung und Regulierung digitaler Währungen auf dem afrikanischen Kontinent.
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