Michael Saylor, Gründer von Strategy und bekennender Bitcoin (BTC)-Verfechter, rechnet damit, dass der Bitcoin-Kurs noch in diesem Jahr auf 150.000 Dollar steigt. In einem Interview mit CNBC äußerte er sich bemerkenswert optimistisch über die Zukunft der digitalen Währung und prognostizierte sogar, dass Bitcoin langfristig auf 1 Million Dollar anwachsen könnte.
Saylor sieht Bitcoin 2025 auf 150.000 Dollar steigen
Saylor erklärte im CNBC-Interview, er rechne damit, dass Bitcoin (BTC) noch vor Jahresende 150.000 Dollar erreicht. Bei einem aktuellen Preis von 111.200 Dollar entspräche das einem Anstieg von fast 35 Prozent in nur zwei Monaten. Diese Kursprognose sei Konsens unter Analysten, sagte er im Interview.
Saylor geht zudem über eine Einjahresprognose hinaus. Er erwartet, dass der Bitcoin-Kurs in den kommenden vier bis acht Jahren auf 1 Million Dollar weitersteigt. Das entspräche einem Zuwachs von über 800 Prozent gegenüber dem aktuellen Preis.
Nach Saylors Ansicht sind die Marktbedingungen derzeit ausgesprochen günstig. Er verweist auf die wachsende institutionelle Adoption von Bitcoin, darunter die erste Kreditbewertung überhaupt für ein Bitcoin-Unternehmen durch die S&P, die führende US-Ratingagentur. Strategy erhielt ein B-Minus-Rating. Das gilt formal als „spekulative“ Bewertung, die Anleger vor erhöhtem Risiko warnt. Dennoch sieht Saylor darin einen wichtigen ersten Schritt hin zu einer breiten Anerkennung von Bitcoin als Sicherheiten für Kredite.
Sein Optimismus speist sich auch aus der wachsenden Bereitschaft von Banken wie JPMorgan und BNY Mellon, Bitcoin als Sicherheiten zu akzeptieren, sowie aus einer zunehmend positiveren Haltung aus Washington. Er spricht von einem digitalen Kapitalmarkt, in dem Bitcoin das Fundament bildet.
Bitcoin als Fundament der KI-Ökonomie
Schließlich sieht Saylor im Aufstieg der Künstlichen Intelligenz (KI) einen zusätzlichen Katalysator. Er erwartet, dass KI-Systeme künftig blitzschnell Transaktionen ausführen wollen und dafür digitale Währungen benötigen. In dieser Ökonomie werde Bitcoin seiner Ansicht nach die Rolle von digitalem Kapital übernehmen. „Wenn man eine Entität im Cyberspace starten will, die für immer bestehen bleibt, muss man sie mit etwas finanzieren, das wertbeständig ist. Und das ist Bitcoin.“
Strategy verbucht 23,9 Milliarden Gewinn
Strategy ist mit Abstand der größte öffentliche Halter von Bitcoin. Das Unternehmen besitzt aktuell 640.808 BTC im Gesamtwert von 71,43 Milliarden Dollar. Bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 74.000 Dollar pro Stück liegt Strategy damit auf einem beeindruckenden Buchgewinn von 23,9 Milliarden Dollar. Diese Woche machte das Unternehmen von Michael Saylor zudem einen neuen Kauf bekannt. Es handelte sich um eine relativ bescheidene Investition von 43,4 Millionen Dollar.
Inzwischen gibt es 207 börsennotierte Unternehmen mit Bitcoin-Reserven, die zusammen mehr als 1,051 Millionen BTC besitzen. Das entspricht rund 5,3 Prozent des derzeit umlaufenden Angebots.
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