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Die Grenzen zwischen traditionellen Banken und der Krypto-Welt verschwimmen zunehmend. Während Finanzriesen jahrelang auf Abstand zu Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) blieben, geht der Bankgigant JPMorgan nun mit deutlichen Schritten in Richtung Integration voran.
JPMorgan wird institutionellen Kunden erlauben, ihre Bitcoin und Ethereum als Sicherheit für Kredite zu nutzen, wie Bloomberg berichtet. Der Dienst wird weltweit verfügbar sein und soll bis Ende 2025 vollständig eingeführt sein.
Der US-Bankriese arbeitet dafür mit einem externen Verwahrer zusammen, der für die sichere Verwaltung der digitalen Vermögenswerte verantwortlich ist. Seit ein paar Monaten akzeptiert JPMorgan bereits BlackRocks Bitcoin ETF als Sicherheit, doch diese neue Initiative geht einen deutlichen Schritt weiter in der direkten Nutzung digitaler Coins.
ETF-Spezialist Eric Balchunas nennt die Entscheidung von JPMorgan ein klares Zeichen, dass “Krypto im Herzen der Wall Street ankommt.” Zugleich zeige sie, wie rasant die Integration digitaler Vermögenswerte in das traditionelle Finanzsystem voranschreitet.
Die Entscheidung fügt sich zudem in einen breiteren Trend ein, in dem traditionelle Institute digitale Vermögenswerte immer häufiger in ihre Finanzdienstleistungen integrieren. Damit folgt die Bank anderen Schwergewichten wie den Vermögensverwaltern BlackRock und Fidelity, die bereits Kryptodienste anbieten und ETFs managen. Auch die Banken State Street und BNY Mellon bieten bereits Verwahrungslösungen für digitale Vermögenswerte an.
Die Krypto-Pläne von JPMorgan gehen über die Besicherung hinaus. Scott Lucas, Head of Markets & Digital Assets der Bank, bestätigte Anfang dieses Monats, dass JPMorgan bald auch den Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen ermöglichen wird. Millionen Kunden erhalten damit Zugang zum Kryptomarkt über ihre vertraute Bankumgebung.
Die Bank hat zudem ihren eigenen Einlagen-Token JPMD auf dem Ethereum-Skalierungsnetzwerk Base (von der Kryptobörse Coinbase) gestartet und soll darüber hinaus auch aktiv sein rund um Stablecoins
Auffällig ist, dass CEO Jamie Dimon von seiner ausgeprägten Abneigung gegen Krypto offenbar abrückt. 2017 nannte er Bitcoin noch “einen Betrug, schlimmer als die Tulpenmanie”, und erst kürzlich bekräftigte er, “kein Fan” zu sein, wegen des Einsatzes in illegalen Aktivitäten. Doch auch er scheint inzwischen zu erkennen, dass die Kundennachfrage schlicht zu groß ist, um sie zu ignorieren.
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