Die heftige Marktkorrektur im Oktober wirkt in der Unternehmenswelt nach. Vor allem Firmen mit großen Bitcoin-Reserven geraten unter Druck.
Das japanische Metaplanet verzeichnete im dritten Quartal einen deutlichen Rückgang seines Buchgewinns, während die Bitcoin-Position des Unternehmens erstmals ernsthaft unter Wasser steht. Analysten warnen, dass auch andere Unternehmens-Treasuries ähnlichen Druck spüren.
Gewinn verdampft nach Crash
Metaplanet meldete im dritten Quartal einen Gewinn von 10,6 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 1,4 Milliarden Dollar, aus der Wertsteigerung seiner Bitcoin-Reserven. Das ist ein Rückgang um 39 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. Damals verbuchte das Unternehmen noch 17,4 Milliarden Yen, gut 2,4 Milliarden Dollar.
Laut Metaplanet bleibt die Strategie trotz der Volatilität intakt. In einer Erläuterung schreibt das Unternehmen, es führe sein Bitcoin Treasury Business „planmäßig“ fort und die Ergebnisse seien nicht von kurzfristigen Schwankungen abhängig.
Bitcoin-Position steht im Minus
Dennoch liegt der enorme Bitcoin-Bestand des Unternehmens derzeit im Verlust. Metaplanet besitzt 30.823 BTC zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von 108.000 Dollar. Bei einem Bitcoin-Kurs um 103.000 Dollar liegt das Unternehmen rund 5 Prozent unter Wasser. Das ist die direkte Folge des Rekordcrashs am 10. Oktober, bei dem an einem Tag Krypto-Positionen im Wert von 19 Milliarden Dollar liquidiert wurden.
Dieser Crash traf nicht nur Metaplanet. Auch andere börsennotierte Unternehmen mit großen Bitcoin-Positionen sahen ihre Reserven unter den Einstandspreis rutschen, was Bilanzen und das Vertrauen der Investoren belastet.
Fremdfinanzierte Bitcoin-Strategie wirft Fragen auf
Kritiker stellen die aggressive Einkaufsstrategie von Metaplanet infrage. Ende Oktober nahm das Unternehmen einen Kredit über 100 Millionen Dollar auf, besichert mit Bitcoin, um zusätzliche BTC zu kaufen und den durchschnittlichen Einstandspreis zu senken. Durch den Kursrückgang wirkt sich diese Hebelkonstruktion nun nachteilig aus.
Gleichzeitig hofft Metaplanet, dass der Preis in den kommenden zwei Jahren deutlich anzieht. Das Unternehmen hat das Ziel, bis Ende 2027 ganze 210.000 Bitcoin in der Bilanz zu halten – eine Menge, die fast dem gesamten Bestand von Strategy entspricht.
Fallender Aktienkurs erhöht den Druck
Die Lage bleibt für die Aktie nicht ohne Folgen. Im vergangenen Monat verlor Metaplanet über 27 Prozent an Wert; in den letzten fünf Tagen kamen weitere 6,5 Prozent hinzu. Zudem belasten in Japan geäußerte Sorgen über mögliche strengere Regeln für Unternehmen mit großen Krypto-Beständen den Kurs.
CEO Simon Gerovich hält die Sorge jedoch für übertrieben. Seiner Ansicht nach beziehen sich mögliche Einschränkungen nur auf Unternehmen, die ihre internen Prozesse schlecht überwachen – nicht auf Metaplanet.
Eric Trumps Bitcoin-Wette kostet ihn über 600 Millionen Dollar Börsenwert
Das Mining-Unternehmen von Eric Trump verlor 95 Prozent seines Börsenwerts. Seine Beteiligung büßte mehr als 600 Millionen Dollar an Wert ein.
Geld fließt aus Bitcoin-ETFs, Ethereum setzt starke Serie fort
Aus den US-amerikanischen Bitcoin-ETFs flossen am Mittwoch 85 Millionen Dollar ab, während die Ethereum-Fonds den fünften Zuflusstag in Folge verzeichneten.
VanEck sieht Bitcoin-Chance: Einstieg vor Oktober 2026 empfohlen
Der Vermögensverwalter VanEck geht laut Matthew Sigel davon aus, dass Bitcoin 2028 wieder auf einem Allzeithoch notiert.
Meistgelesen
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
Ex-Google-Ingenieur verkauft seine gesamten Bitcoin: „Das ist vorbei“
Der ehemalige Google-Ingenieur TechLead hat seine gesamten Bitcoin mit deutlichem Verlust verkauft. Er hält den Markt für anfällig, bleibt langfristig jedoch optimistisch.
