Gestern war ein rabenschwarzer Tag für Bitcoin (BTC) und den Rest des Kryptomarkts. Donald Trump hat sich erneut frontal gegen China gestellt – das führte zu einem historischen Crash. Am Tiefpunkt hatte Bitcoin über 20.000 Dollar an Wert verloren. Die Panik war so groß, dass viele Krypto-Börsen überlastet waren.
BTC stürzt wegen neuer Runde im Handelskrieg um 16% ab
Trump liegt erneut mit China über Kreuz, und es fühlt sich an, als würden wir um Monate zurückgeworfen. Um 17:00 Uhr drohte der US-Präsident mit „massiven Erhöhungen“ der Importzölle. Das ist eine Reaktion auf die Anfang der Woche angekündigten chinesischen Exportkontrollen für Seltene Erden.
Innerhalb weniger Stunden fiel der Bitcoin-Kurs um 6 Prozent von 121.300 Dollar auf 114.000 Dollar. Damit deutete sich bereits der schlechteste Tag seit Langem für die Digitalwährung an. Spät am Abend wurde es jedoch noch deutlich schlimmer.
Um 23:00 Uhr kündigte Trump an, dass ab dem 1. November ein zusätzlicher Einfuhrzoll von 100 Prozent in Kraft tritt – zusätzlich zu den bestehenden Tarifen. Das sorgte für den heftigsten Schlag.
Zwischen den einzelnen Börsen gab es große Preisunterschiede, doch auf Binance ist Bitcoin bis auf 102.000 Dollar gecrasht. Das lag sage und schreibe 16 Prozent unter dem Niveau vor all dem Trubel.
Anschließend sprang der Kurs sofort wieder über 110.000 Dollar und konnte sich die ganze Nacht über relativ stabil halten.
Das einzig Positive: Der Tag endete über dem Tief vom Ende des Vormonats. Damals prallte Bitcoin bei rund 108.000 Dollar nach oben – genau dieses Niveau ist jetzt die wichtigste Marke, die es im Blick zu behalten gilt.
Am Ende schloss der Tag mit einem Minus von gut 7 Prozent. Es war damit der schwächste Tag seit März, als der Handelskrieg ebenfalls Probleme verursachte. Bitcoin beendete den Tag bei 112.500 Dollar, notiert aktuell aber knapp unter 111.000 Dollar.
Blickt man auf den gesamten Rückgang, haben wir seit dem Kollaps der Kryptobörse FTX keinen derart drastischen Absturz mehr gesehen. Häufig wird auch der Vergleich mit dem Covid-Crash gezogen.
Trump als Zündschnur, Hebel als Dynamit
Klar ist: Trump war der Auslöser für dieses beispiellose Blutbad. Doch der Markt war auch extrem hoch gehebelt – das hat für die größte Liquidationswelle der Geschichte gesorgt.
Mehr als 16 Milliarden Dollar an Long-Positionen (Wetten auf steigende Kurse) wurden zwangsliquidiert, um weitere Verluste zu verhindern. Das hat den Absturz erheblich beschleunigt.
Auch half es nicht, dass Freitagabend war. Dann ist das Handelsvolumen geringer – die Märkte sind anfälliger für schnelle Crashes. Das erklärt zudem, warum Bitcoin an manchen Börsen deutlich stärker abrutschte als auf anderen Plattformen.
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