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Die amerikanischen Bitcoin-Fonds befinden sich in ihrer schlechtesten Verfassung seit der Lancierung Anfang 2024. Bereits seit zehn Tagen flüchten Anleger aus den Börsenprodukten, was zu einem Gesamtabfluss von Milliarden Dollar führt. Dennoch nährt gerade dieser massive Ausverkauf den Optimismus der Santiment-Analysten.

Angst als Kaufsignal

„Die Geschichte hat gezeigt, dass extreme ETF-Abflüsse in der Regel gut als konträrer Indikator funktionieren, da sich die Preise entgegen den Erwartungen der Händler bewegen“, schrieb Santiment auf X.

Seit dem 15. Mai schließt jeder Handelstag im Minus. In diesem Zeitraum verkauften Anleger über alle zwölf Bitcoin-Fonds hinweg mehr Anteile, als sie kauften, was einer gigantischen Summe von 2,97 Milliarden Dollar entspricht.

Die Fonds halten echte Bitcoin (BTC), von denen Anleger über ihren Broker einen Anteil kaufen können. Wer aussteigt, muss ausgezahlt werden, daher sind die Verwalter gezwungen, Bitcoins zu verkaufen. So wirkt sich der Abfluss direkt auf den Kurs aus.

Das Plattform argumentiert, dass wenn in kurzer Zeit große Beträge aus Bitcoin-ETFs abfließen, dies ‚Höhenangst, Frustration oder risikoscheues Verhalten‘ unter den Anlegern widerspiegelt.

Santiment verwies auf einen Abfluss von fast 904 Millionen Dollar an einem einzigen Tag im November 2025, der in der Nähe eines wichtigen Tiefpunkts stattfand, bevor sich die Preise erholten.

„Betrachten Sie die enormen Geldabflüsse als Zeichen dafür, dass wir uns dem lokalen Tiefpunkt nähern, auf den einige geduldige Anleger gewartet haben“, fügte das Unternehmen hinzu.

Seit dem 15. Mai schrumpfte das Gesamtvermögen in den Fonds von 104,29 Milliarden auf 94,17 Milliarden Dollar. Ein Verlust von rund 10 Milliarden Dollar innerhalb von zwei Wochen, was auch mit dem fallenden Bitcoin-Kurs zusammenhängt.

Daten zeigen ein anderes Bild

In einem Bericht vom Samstag schreibt Santiment, dass die Stimmung rund um Bitcoin die positivste des gesamten Jahres 2026 ist, mit 2,23 optimistischen Beiträgen auf jeden pessimistischen.

Laut Santiment ging eine solche Euphorie in diesem Jahr bereits zweimal einer kurzen Korrektur voraus. „Die aktuelle Euphorie steht in starkem Kontrast zum düsteren ETF-Bild und mahnt zur Vorsicht“, warnt das Plattform.

Auch das Bitcoin-Chart zeigt sich derzeit sehr fragil, da es mehrfach nicht gelungen ist, über der Marke von 74.000 Dollar zu bleiben. Doch laut Analyst Ted besteht weiterhin die Chance auf eine Rally, solange der Kurs oberhalb der Zone von 71.000 bis 72.000 Dollar bleibt.

„Darunter könnte es für Bitcoin hässlich werden“, warnt er.

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