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Der Bitcoin-Kurs und die globalen Finanzmärkte reagieren positiv auf das Friedensabkommen zwischen den USA und Iran. Nach Monaten geopolitischer Spannungen und Sorgen über steigende Ölpreise kehren Hedgefonds zu Anlagen zurück, die vor dem Konflikt beliebt waren. Einige Investoren wenden sich wieder Krypto zu, während andere auf Aktien, Anleihen und asiatische Märkte setzen.
Die Vereinbarung, die am Freitag offiziell unterzeichnet wird, beseitigt laut Investoren eine wichtige Unsicherheit aus dem Markt. Der fallende Ölpreis stärkt das Vertrauen der Anleger und reduziert die Angst vor zusätzlicher Inflation und höheren Zinsen.
Der größte Gewinner des nachlassenden geopolitischen Risikos scheint erneut Bitcoin (BTC) zu sein. Die digitale Währung erreichte den höchsten Stand seit fast zwei Wochen, nachdem der Ölpreis stark gefallen war und Anleger mehr Risikobereitschaft zeigten.
Trotzdem sind nicht alle überzeugt, dass der Konflikt endgültig vorbei ist. Richard Galvin, Vorstandsvorsitzender des Krypto-Investmentunternehmens DACM, erklärte, dass sein Fonds am vergangenen Wochenende einen Teil der verfügbaren Liquidität in Krypto investiert hat, insbesondere in Projekte, die von der Entwicklung der künstlichen Intelligenz profitieren.
Galvin warnt jedoch, dass Vorsicht geboten bleibt, solange das endgültige Friedensabkommen noch nicht unterzeichnet ist. Der jüngste Anstieg ändert wenig daran, dass Bitcoin weiterhin deutlich unter seinem Rekordniveau vom vergangenen Jahr liegt.
Für viele von ihnen fühlt sich die aktuelle Situation wie eine Rückkehr zum Jahresanfang an. Thomas Hayes von Great Hill Capital bezeichnet die aktuelle Strategie sogar als eine Rückkehr „in die Zukunft”.
Da die Inflationserwartungen aufgrund der gesunkenen Energiepreise zurückgegangen sind, gehen Anleger davon aus, dass die Zentralbanken gemäßigter vorgehen müssen. Dadurch werden Staatsanleihen wieder attraktiver.
Mehrere Fondsmanager vergrößern daher ihre Position in US-Staatsanleihen. Vor allem kurzfristige Anleihen stehen im Fokus. Laut Steven Grey von Grey Value Management bieten zweijährige Staatsanleihen derzeit ein attraktiveres Verhältnis zwischen Risiko und Rendite als Anleihen mit längerer Laufzeit.
Auch der japanische Yen rückt wieder ins Blickfeld. Die Währung litt unter der Energieabhängigkeit Japans während des Konflikts. Mit dem fallenden Ölpreis erwarten einige Hedgefonds, dass sich der Yen gegenüber dem US-Dollar erholen könnte.
Nicht nur Krypto und Anleihen profitieren von den veränderten Marktbedingungen. Verschiedene Hedgefonds sehen gerade in den asiatischen Aktienmärkten Chancen, die während des Konflikts stark unter Druck standen.
Besonders Indien und Indonesien waren von den steigenden Energiepreisen betroffen. Beide Länder sind stark von Ölimporten abhängig. Ihre Aktienmärkte gehören deshalb zu den am schwächsten performenden weltweit in diesem Jahr.
Chauwei Yak von GAO Capital ist der Ansicht, dass Unternehmen, die auf Rohstoffpreise empfindlich reagieren, jetzt profitieren könnten. Er nennt unter anderem Instant-Nudel-Hersteller, die stark von Palmöl abhängen.
Auch Japan, Südkorea und Indien werden von verschiedenen Fondsmanagern als mögliche Gewinner der gesunkenen Energiekosten genannt. Zudem sehen Anleger Chancen in Logistikunternehmen und Reedereien, die von einer Normalisierung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus profitieren.
Trotz der Erleichterung an den Märkten bleibt ein Thema dominant: Künstliche Intelligenz. Laut verschiedenen Vermögensverwaltern bleiben Unternehmen, die von den weltweiten KI-Investitionen profitieren, unabhängig von den geopolitischen Entwicklungen attraktiv.
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