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Bitcoin-Miner Riot Platforms hat einen Milliardenvertrag mit Anthropic geschlossen, dem KI-Unternehmen hinter Claude. Aus seinem Rechenzentrum in Texas wird Riot über zwanzig Jahre Kapazitäten für den enormen Rechenbedarf von Anthropic bereitstellen.
Die Vereinbarung soll Riot voraussichtlich 9,1 Milliarden Dollar Umsatz einbringen. Wird der Vertrag später vollständig verlängert, könnte sich der Betrag sogar auf 16,1 Milliarden Dollar erhöhen.
Anleger reagierten umgehend positiv. Die Aktie von Riot Platforms sprang im nachbörslichen Handel um 25 Prozent auf 24,40 Dollar. Der Deal zeigt, wie Bitcoin-Miner ihren Zugang zu großen Strommengen und Rechenzentrumskapazitäten zunehmend im rasant wachsenden KI-Sektor monetarisieren wollen.

Das Ausmaß des Deals wird am Rechenzentrumskomplex von Riot in Rockdale im US-Bundesstaat Texas deutlich. Anthropic erhält dort Zugriff auf 191 Megawatt Kapazität. Nach Angaben von Bloomberg reicht diese Leistung aus, um rund 143.000 Haushalte gleichzeitig mit Strom zu versorgen.
Die Kapazität soll Anthropic helfen, die stark wachsende Nachfrage nach seinen KI-Diensten zu bedienen. Der Entwickler von Claude benötigt immer mehr Rechenleistung und baut seine Infrastruktur deshalb mit hohem Tempo aus.
Für Riot bedeutet das über Jahre verlässliche Einnahmen. Der Vertrag läuft bis Juni 2048 und steht voraussichtlich für 9,1 Milliarden Dollar Umsatz. Danach kann die Zusammenarbeit noch zweimal um jeweils fünf Jahre verlängert werden. Werden beide Optionen genutzt, könnte der Gesamtumsatz aus dem Deal auf 16,1 Milliarden Dollar steigen.
Die Zusammenarbeit mit Riot ist kein Einzelfall. Anthropic schließt derzeit einen Milliardendeal nach dem anderen, um genügend Rechenleistung für seine schnell wachsenden KI-Dienste zu sichern.
Zuletzt vereinbarte das Unternehmen einen Vertrag über 10 Milliarden Dollar mit dem Infrastruktur-Startup Volta Infra Holdings. Im Mai kam ein noch deutlich größerer Deal hinzu. Anthropic sagte zu, für fast 45 Milliarden Dollar Rechenleistung von xAI abzunehmen, dem KI-Unternehmen von Elon Musk.
Diese Summen zeigen, wie groß der Bedarf an KI-Infrastruktur inzwischen ist. Das Training und der Betrieb fortgeschrittener KI-Modelle erfordern enorme Mengen an Chips, Strom und Rechenzentrumskapazität.
Genau dort entstehen Chancen für Bitcoin-Miner. Sie verfügen häufig bereits über große Standorte mit leistungsfähigen Stromanschlüssen und Zugang zu Hunderten Megawatt Elektrizität. Ein Teil dieser Infrastruktur kann angepasst werden, um leistungsstarke KI-Systeme zu betreiben.
Riot Platforms will diese Chance nun konsequent nutzen. Das Unternehmen verdiente jahrelang vor allem mit dem Mining von Bitcoin (BTC) Geld, baut seine Rechenzentrumsaktivitäten aber immer weiter aus, um auch vom KI-Boom zu profitieren.
Diese Strategie zeigt bereits Wirkung. Die Rechenzentrumsaktivitäten trugen im zweiten Quartal zum besser als erwarteten Umsatz bei. Zudem arbeitet Riot mit dem Chiphersteller AMD am Ausbau seiner Rechenkapazität.
Die Vereinbarung mit Anthropic beschleunigt diesen Wandel erheblich. Riot gewinnt eine langfristige Einnahmequelle hinzu, die deutlich weniger unmittelbar vom Bitcoin-Kurs und der Profitabilität des Bitcoin-Minings abhängt.
Diese Perspektive kam bei Anlegern sichtbar gut an. Die Aktie von Riot Platforms sprang nach der Nachricht im nachbörslichen Handel um 25 Prozent nach oben.
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