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Bitcoin (BTC) hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Nach Einschätzung des Analysehauses K33 dürfte der größte Teil der Verluste inzwischen jedoch verarbeitet sein. Ein Großteil der Anleger liegt mit seinen Bitcoins derzeit im Minus – ein Signal, das in früheren Zyklen häufig nahe an einem Boden auftrat.
Mehr als 50 Prozent aller Bitcoins werden derzeit mit Verlust gehalten. Die Besitzer haben ihre Coins also zu einem höheren Preis gekauft, als sie aktuell wert sind. K33 veröffentlichte die Zahl am Dienstag in einem ausführlichen Marktbericht.
Ein derart hoher Wert tritt laut den Analysten häufig in der Schlussphase eines Bärenmarktes auf. Er zeigt, wie groß der Druck im Markt ist: viel Angst, hohe Verluste und kaum Käufer. In früheren Zyklen folgte der Boden meist binnen weniger Wochen.
Bislang verläuft der aktuelle Bärenmarkt jedenfalls deutlich weniger heftig als frühere Phasen. In früheren Zyklen lag der Bitcoin-Kurs zu diesem Zeitpunkt mehr als 70 Prozent unter dem Hoch. Allerdings war auch der vorangegangene Bullenmarkt deutlich weniger extrem.
Bitcoin hat erstmals keinen wirklich parabolischen Anstieg erlebt. Der vergleichsweise ruhige Aufwärtstrend hat eine Grundlage geschaffen, die nun einen abrupten Absturz verhindert. 2024 verbrachte Bitcoin bereits acht Monate in der aktuellen Kurszone, wodurch sich dort eine breite Käuferschicht gebildet hat.

K33 warnt allerdings, dass große Verkäufer wie die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs diesen Zyklus verändern könnten. Diese börsengehandelten Fonds halten echte Bitcoins, ihre Nachfrage wirkt sich daher unmittelbar auf den Kurs aus.
Der Juni war für die Fonds seit ihrem Börsenstart 2024 der schwächste Monat. Insgesamt flossen 4,51 Milliarden Dollar ab. Gleichzeitig brach der Bitcoin-Kurs um mehr als 20 Prozent ein.
Auch andere Indikatoren deuten auf eine nahende Bodenbildung hin. Der Block Scholes Risk Appetite Index, der optimistische und pessimistische Marktimpulse misst, fiel am 3. Juli auf ein Tief von minus 1,27.
Seitdem hat sich der Index wieder erholt. In den acht früheren Fällen, in denen es zu einer solchen Bewegung kam, lag die mediane Rendite in den folgenden 100 Tagen bei 12 Prozent.
„Historisch ging eine solche Bewegung häufig einer stärkeren Entwicklung der Spotpreise voraus. Sie könnte zudem dazu führen, dass wieder mehr Kapital in riskantere Anlagen wie Kryptowährungen fließt“, erklärte ein Sprecher von Block Scholes.
Es gibt weitere Signale, die in dieselbe Richtung weisen:
Diese Punkte sprechen vor allem dafür, dass der schlimmste Teil inzwischen hinter dem Markt liegen könnte. Der exakte Boden kann dennoch noch etwas tiefer liegen.
Ein häufig genannter Bereich ist der sogenannte realisierte Preis, also der durchschnittliche Kaufpreis aller Coins im Netzwerk. In allen früheren Zyklen wurde der Boden erst erreicht, nachdem der Kurs unter diese Marke gefallen war. Sie liegt derzeit bei rund 53.000 Dollar.
Nach den historischen Vierjahreszyklen müssten Anleger noch einige Monate auf den Tiefpunkt des Krypto-Winters warten. Eine Garantie ist das jedoch nicht. 2024 erreichte Bitcoin erstmals überhaupt bereits vor dem Halving ein Rekordhoch.
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