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Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen 24 Stunden um 0,91 Prozent gestiegen, obwohl der Ölpreis heute erneut deutlich zulegt.
Nach einer kurzen Feuerpause im Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten sind die Angriffe wieder aufgenommen worden. Damit gerät der Ölpreis erneut unter Aufwärtsdruck. Gleichzeitig stehen Chipaktien heute wieder deutlich unter Druck.
Vor diesem Hintergrund ist es bemerkenswert, dass Bitcoin (BTC) sich bislang behauptet.

Iran feuerte in der Nacht mehrere ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten ab. Nach Angaben des US-Militärs wurden sämtliche Raketen abgefangen. Der Angriff zeigt jedoch, dass die kurze Feuerpause bereits beendet ist.
Die USA griffen anschließend gemeinsam mit Saudi-Arabien Logistikzentren und Waffenlager proiranischer Milizen im Irak an. Diese Gruppen sollen in den vergangenen Tagen Dutzende Drohnenangriffe ausgeführt haben, unter anderem auf saudische Ölanlagen.
Hinzu kam verdächtige Aktivität im Roten Meer, wo die Besatzung eines Öltankers eine Explosion hörte. Das ist relevant, weil die Straße von Bab al-Mandab eine wichtige alternative Exportroute ist, nachdem der Transport durch die Straße von Hormus massiv gestört ist.

Eine weitere Eskalation könnte daher erneut höhere Ölpreise, steigende Inflationserwartungen und höhere Zinsen nach sich ziehen. Dass Bitcoin trotz dieser Entwicklungen zulegt, spricht für die derzeitige relative Stärke. Gleichzeitig ist Vorsicht geboten, solange die geopolitischen Spannungen zunehmen und Risikoanlagen wie Chipaktien unter Druck stehen.
Für Bitcoin richtet sich der Blick zudem auf die US-Notenbank, die heute erneut über den Leitzins entscheidet. Obwohl der Markt eine Wahrscheinlichkeit von etwas mehr als 30 Prozent für eine Zinserhöhung einpreist – womit sie wohl ausbleiben dürfte –, wird vor allem entscheidend sein, was die Notenbank zu Inflation, Konjunktur und ihren eigenen Zinsprojektionen sagt.

Dass der Ölpreis wieder steigt, spricht grundsätzlich für Zinserhöhungen. Gleichzeitig wirkt der Einbruch der Chipaktien als Gegengewicht. Wenn die KI-Revolution an Schwung verliert, geraten auch der Bau von Rechenzentren und die hohe Nachfrage nach Rohstoffen ins Stocken.
Das würde theoretisch auch die Inflation dämpfen und damit den Druck auf die Notenbank verringern, die Zinsen anzuheben. Mehr noch: Daraus könnte theoretisch sogar eine Rezession entstehen, wodurch die US-Notenbank die Wirtschaft eher stützen müsste.
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