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Der Bitcoin-Kurs ist am Sonntag zurückgefallen, nachdem der Vorstoß in Richtung 82.000 Dollar ins Stocken geraten war. Bitcoin (BTC) hatte sich in den vergangenen Tagen deutlich erholt und war von rund 75.000 Dollar auf knapp 82.000 Dollar gestiegen, den höchsten Stand seit Anfang des Monats.
Genau in diesem Bereich drehte jedoch die Stimmung. Neue Spannungen im Nahen Osten sorgten für Verunsicherung an den Märkten, während im Kurschart zugleich ein Verkaufssignal auftrat. Damit konnte Bitcoin den starken Kursanstieg der vergangenen Tage vorerst nicht fortsetzen.
Die Unruhe am Markt nahm am Sonntag durch neue Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den vom Iran unterstützten Huthis zu. Saudi-Arabien teilte mit, am Samstagabend eine ballistische Rakete in Richtung Riad abgefangen und zerstört zu haben. Opfer habe es demnach nicht gegeben.
Zudem sollen Ziele an der saudischen Küste des Roten Meeres angegriffen worden sein. Das US-Außenministerium warnte daraufhin, die Lage könne sich rasch weiter zuspitzen, und rief US-Bürger dazu auf, Reisen in die Region und durch die Region ernsthaft zu überdenken.
Zusätzliche Spannung entstand durch Berichte aus dem Iran. Der X-Account Daily Iran News meldete, das Land habe am Sonntagmorgen „Code 100“ ausgerufen. Dabei handele es sich dem Account zufolge um die höchste Alarmstufe, unter anderem für das Militär und die Revolutionsgarden. Die Meldung wurde nicht unabhängig bestätigt.
Für Bitcoin kam die neue Verunsicherung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. BTC war am Freitag und Samstag kräftig gestiegen und hatte sich der Marke von 82.000 Dollar genähert. Als die Sorgen vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten zunahmen, verlor die Bewegung an Schwung und der Kurs drehte wieder nach unten.
Neben der geopolitischen Unsicherheit spielte auch das technische Chartbild eine Rolle. Kryptoanalyst Ali Martinez verwies auf eine Veränderung beim sogenannten TD Sequential.
Dieser Indikator soll mögliche Wendepunkte in einer Kursbewegung erkennen. Als Bitcoin in der vergangenen Woche auf rund 75.000 Dollar zurückfiel, lieferte der Indikator noch ein Kaufsignal. Während des Anstiegs auf 81.500 Dollar wechselte er am Samstagabend jedoch auf ein Verkaufssignal.
„Das deutet darauf hin, dass das kurzfristige Momentum möglicherweise zu weit gelaufen ist. Deshalb achte ich nun verstärkt auf Hinweise, ob es Zeit wird, einen Teil der Gewinne zu sichern“, sagte Martinez.
Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Bitcoin nun weiter fällt. Das Signal weist vor allem darauf hin, dass der schnelle Anstieg von 75.000 Dollar womöglich eine Pause brauchte.
Der Abpraller bei rund 82.000 Dollar folgt auf eine auffallend starke Erholung. In der vergangenen Woche musste der Kryptomarkt noch mehrere Rückschläge verkraften.
Der CLARITY Act scheiterte im US-Senat, woraufhin Bitcoin in Richtung 75.000 Dollar zurückfiel. Zudem erhöhte die Federal Reserve die Zinsen und signalisierte, dass weitere Zinsschritte möglich bleiben.
Dennoch drehte der Bitcoin-Kurs am Freitag nach oben. Innerhalb von rund zwei Tagen stieg BTC von 75.000 Dollar auf knapp 82.000 Dollar.
Die Marke von rund 82.000 Dollar bleibt damit vorerst eine wichtige Hürde. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten könnte wieder für Unsicherheit sorgen, während Händler nach dem schnellen Kursanstieg auch Gewinnmitnahmen einkalkulieren.
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