Die Dezentralisierung von Bitcoin (BTC), obwohl eine Quelle finanzieller Freiheit, hat auch eine dunkle Seite. Böswillige Akteure missbrauchen die Privatsphäre des Netzwerks, um gestohlenes Geld zu bewegen. Dies geht aus jüngsten Erkenntnissen des Blockchain-Sicherheitsunternehmens CertiK hervor.
Kryptomixer durch US-Sanktionen weniger beliebt geworden
Vor den Sanktionen gegen Tornado Cash im Jahr 2022 durch das US Office of Foreign Assets Control war dieser Mixer eine beliebte Wahl für das Waschen gestohlener Kryptowährungen. Seit 2019 sollen damit mehr als 7 Milliarden Dollar an Krypto-Assets gewaschen worden sein.
Die Analyse von CertiK für das Jahr 2023 enthüllt jedoch einen neuen Trend. Mehr als 300 Millionen Dollar an gestohlenen Erträgen aus den 50 größten Exploits dieses Jahres wurden über Bitcoin bewegt, da Hacker nach verstärkter Aufmerksamkeit auf Tornado Cash nach neuen Methoden suchen.
Kryptomixer wie Sinbad spielen eine entscheidende Rolle in diesem Prozess. Sie mischen identifizierbare Mittel mit anderen, um Transaktionen zu anonymisieren. Nach Sanktionen gegen solche Dienste, wie Sinbad, sehen wir jedoch eine Verschiebung zu Bitcoin-Mixern.
Böswillige können Dezentralisierung ausnutzen
Joe Green, Leiter des Schnellreaktionsteams von CertiK, betont, dass obwohl Dezentralisierung und Privatsphäre in Bitcoin legitimen Nutzern zugutekommen, dies auch von Böswilligen ausgenutzt wird. Er stellt fest, dass Privatmischer im Bitcoin-Ökosystem sowohl privatsphärebewusste Nutzer als auch Menschen mit bösartigen Absichten bedienen.
Die Verschiebung zu Bitcoin-Mixern deutet auf einen Versuch böswilliger Akteure hin, Alternativen zu Tornado Cash zu finden. Insbesondere die berüchtigte Hackergruppe Lazarus soll im Jahr 2023 Bitcoin-Mixer verwendet haben.
CertiK betont, dass Bitcoin-Mixer einen anderen Ansatz zum Anonymisieren von Transaktionen verfolgen. Nutzer können Bitcoin einzahlen und diese über mehrere Wallets verteilen, was das Verfolgen komplizierter macht.
Tornado Cash beliebt für kleinskalige Cyberkriminalität
Obwohl Tornado Cash für kleinskalige Cyberkriminalität beliebt bleibt, konzentrieren sich große Vorfälle nun auf auf Bitcoin basierende Lösungen. Dies könnte ein Hinweis auf zukünftige Herausforderungen im Krypto-Raum sein.
Angesichts der sich entwickelnden Geldwäsche-Taktiken in Kryptowährungen betont Green die Notwendigkeit dynamischer Gegenmaßnahmen, einschließlich der Verfolgung von „schmutzigen“ Geldern und dem Austausch von Informationen mit relevanten Parteien wie Börsen. Das Bewusstsein für kriminelle Taktiken ist seiner Meinung nach wesentlich im Kampf gegen auf Blockchain basierende finanzielle Kriminalität.
Die Woche, in der Bitcoin fast einbrach und rechtzeitig gerettet wurde
Bitcoin erlebte die schwerste Woche seit Monaten, wurde aber in letzter Minute durch positive Makronachrichten gerettet.
Metaplanet erweitert Bitcoin-Strategie durch Übernahme eines Brokers
Metaplanet erwirbt japanischen Broker für 13 Millionen Dollar und plant Bitcoin-Produkte für Millionen Anleger in Japan anzubieten.
BlackRock plant neuen Bitcoin-Fonds mit monatlichem Einkommen
BlackRock hat einen Antrag für seinen neuen Bitcoin-Fonds mit monatlichem Einkommen eingereicht. Analysten vermuten einen Start um den 18. Juni.
Meistgelesen
XRP-Investoren verkaufen verstärkt mit Verlust – ein positives Zeichen
XRP-Investoren verkaufen zunehmend mit Verlust, ein Signal, das laut On-Chain-Daten häufig in der Nähe von Tiefpunkten auftritt.
Krypto Update: Bitcoin-Kurs fällt nach dramatischer Iran-Entscheidung
Der Bitcoin-Kurs ist um mehrere Prozent gesunken nach dem Verkauf von Strategy und sehr schlechten Nachrichten über den Iran-Krieg. Das ist wichtig zu wissen.
Cathie Wood sagt Bitcoin-Kurs von mindestens 750.000 US-Dollar bis 2030 voraus
Generationsübergreifende Vermögensübertragungen, Zuflüsse von Pensionsfonds und instabile Fiat-Währungen werden laut Wood den Bitcoin-Kurs in die Höhe treiben.
