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Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen 24 Stunden gefallen. Dennoch findet der digitale Coin bei 64.000 Dollar deutliche Unterstützung. Der Druck auf den Kurs dürfte mit den geringen Fortschritten im Iran-Krieg zusammenhängen. Donald Trump wird unterdessen eine „politische Inszenierung“ vorgeworfen.

Der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf wirft Trump vor, eine Art diplomatisches Schauspiel aufzuführen. Aus seiner Sicht wechselt der US-Präsident ständig zwischen Drohungen mit neuen Angriffen und Aussagen, wonach eine Einigung kurz bevorstehe. Iran betont zugleich weiterhin, dass es keine direkten Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten gebe.
Für die Finanzmärkte ist entscheidender, dass sich die Lage rund um die Straße von Hormus kaum entspannt. Nach Schifffahrtsdaten passierten am Mittwoch nur sieben Schiffe die Meerenge, vor dem Krieg waren es etwa 130 bis 140 pro Tag. Auch über Bab al-Mandab, eine weitere zentrale Route, ist der Schiffsverkehr stark zurückgegangen.

Hinzu kommt, dass ein mögliches Abkommen zwischen Iran und Oman die Lage nicht vollständig normalisieren würde. Nach einem iranischen Konzeptplan dürften amerikanische und israelische Schiffe die Straße von Hormus vorerst nicht passieren. Auch Staaten, denen Iran verursachte Schäden zuschreibt, könnten Beschränkungen auferlegt bekommen, bis Entschädigungen gezahlt werden.
Für Bitcoin (BTC) ist das vorerst keine ideale Entwicklung. Solange wichtige Energierouten faktisch blockiert bleiben und das Risiko neuer Angriffe besteht, bleibt der Ölpreis unter Aufwärtsdruck. Das wirkt sich auch auf Inflation und Anleiherenditen aus.
Der geopolitischen Unsicherheit steht ein zunehmend interessantes technisches Bild bei Bitcoin gegenüber. Auf dem Tageschart scheint sich eine mögliche inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation zu bilden, ein Muster, das nach einem Abwärtstrend meist als bullische Umkehrformation gilt.
Die linke Schulter entstand im Bereich von 60.000 Dollar, anschließend markierte Bitcoin ein tieferes Tief bei rund 57.700 Dollar. Der jüngste Rückgang in Richtung von etwa 62.500 Dollar könnte nun die rechte Schulter bilden. Damit rückt vor allem die Zone um 66.800 Dollar in den Fokus, die derzeit als Nackenlinie der Formation fungiert.

Ein überzeugender Ausbruch über 66.800 Dollar würde das Muster bestätigen. Aus technischer Sicht entstünde auf Basis der Größe der Formation dann Spielraum für einen Anstieg in Richtung von rund 76.000 Dollar. Ausgehend vom aktuellen Kurs wäre das eine deutliche Beschleunigung und würde der Bitcoin-Erholung spürbar mehr Dynamik verleihen.
Vorerst bleibt es jedoch nur ein Szenario. Solange Bitcoin nicht über 66.800 Dollar ausbricht, ist das Muster nicht bestätigt. Auf der Unterseite ist vor allem die gleitende 50-Tage-Linie bei rund 63.300 Dollar wichtig. Ein klarer Rückgang darunter würde das positive technische Bild wieder abschwächen.
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