Luxemburg warnt davor, dass Unternehmen, die Dienste rund um virtuelle Währungen (sogenannte VASP’s) anbieten, ein hohes Risiko laufen, für Geldwäsche missbraucht zu werden. Dies steht in der Nationalen Risikobewertung (NRA) von 2025.
Nach der NRA sind Dienste für virtuelle Aktiva anfällig, weil sie:
- Handel mit großen Geldbeträgen;
- Betreuung vieler Kunden, auch international;
- Arbeiten über Online-Kanäle;
- Verfügen über komplexe Geschäftsstrukturen.
In früheren Berichten hatte Luxemburg dieses Risiko bereits signalisiert. Im Jahr 2020 bezeichnete die NRA VASP’s als „aufkommendes Risiko“. Im Jahr 2022 wurden die Risiken als „sehr hoch“ eingestuft, da Krypto leicht grenzüberschreitend und über das Internet genutzt werden kann.
Europäische Regeln in der Entwicklung
Die Europäische Union arbeitet an einem einheitlichen Regelwerk für alle Mitgliedstaaten: das MiCA-Framework (Markets in Crypto-Assets). Ziel ist es, den Kryptomarkt sicher und übersichtlich zu gestalten. Seit Januar 2025 können VASP’s Lizenzen beantragen, um legal in der EU zu operieren.
- Kraken begann im Mai mit dem regulierten Derivatehandel.
- Crypto.com wurde für dieselben Aktivitäten eine Lizenz erteilt.
- Tether (USDT), ein wichtiger Stablecoin, entschied sich jedoch, die neuen Regeln nicht einzuhalten und wurde von EU-Plattformen entfernt.
Weltweite Beispiele für Missbrauch
Die Sorgen sind nicht unbegründet. Diesen Monat:
- Hongkong hat 12 Verdächtige im Zusammenhang mit einem System festgenommen, bei dem über 118 Millionen HKD (15 Millionen USD) über Kryptowährungen gewaschen wurden.
- Die europäische Polizei hat 17 Personen festgenommen, die für die organisierte Kriminalität Kryptowährungen im Wert von 21 Millionen Euro (23,5 Millionen US-Dollar) gewaschen haben. Es wurden 4,5 Millionen Euro Bargeld, 18 Fahrzeuge, Schusswaffen und Elektronik beschlagnahmt.
Luxemburg betont, dass strenge Regeln und internationale Zusammenarbeit notwendig sind, um das Finanzsystem sauber zu halten, während der Kryptomarkt wächst.
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