Der Bitcoin-Kurs liegt bei 70.300 Dollar und verzeichnet damit einen Anstieg von fast 3 Prozent im Vergleich zum Vortag. Um die Mittagszeit schnellten Bitcoin und der Rest des Finanzmarktes in die Höhe, nachdem Donald Trump überraschend von positiven Gesprächen mit Iran sprach. Das Ende des Krieges sei in Sicht. Kurz darauf dementierte Iran dies jedoch umgehend.

Trump wirkt zunehmend verzweifelt
Diese Entwicklungen zeigen, dass Iran derzeit die Kontrolle über den Konflikt hat. Mit vergleichsweise geringen Mitteln können sie die Straße von Hormus blockieren. Damit halten sie die Macht über die Ölpreise und letztlich auch über Donald Trump.
Wenn tatsächlich keine Gespräche stattgefunden haben, zeigt das, wie verzweifelt Donald Trump wird. Das ist im Grunde kein gutes Zeichen für die Weltwirtschaft.
Dennoch zeigt es zumindest, wie dringend Donald Trump diesen Krieg beenden möchte. In dieser Hinsicht wäre es wünschenswert, dass ein Erfolg gelingt. Das wäre momentan für nahezu alle das Beste.

Der Ölpreis fiel gestern nach der Ankündigung von Donald Trump unter die Marke von 100 Dollar. Inzwischen ist er jedoch wieder auf dieses Niveau gestiegen.
Iran hat fünf zusätzliche Tage
An diesem Wochenende stellte Trump Iran ein Ultimatum. Innerhalb von 48 Stunden sollte die Straße von Hormus wieder geöffnet werden. Nach den „guten Gesprächen“ der letzten Tage verlängerte er die Frist um fünf Tage.
Ursprünglich wäre die Frist heute Nacht ausgelaufen. Nun kommen fünf Tage hinzu und die Entscheidung fällt theoretisch am Wochenende.
Wenn Trump sein Wort hält, würde er in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Angriff auf die entscheidende Energieinfrastruktur Irans starten, falls die Straße von Hormus geschlossen bleibt.
Es bleibt zu hoffen, dass es nicht dazu kommt, denn das würde die Lage in der Welt nicht beruhigen. Letztlich ist es für alle Beteiligten besser, ohne Krieg weiterzumachen.
Auch für Bitcoin. Inzwischen ist klar, dass der Bitcoin-Kurs trotz des Krieges gestiegen ist und nicht wegen des Krieges.
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