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Soeben wurden in den Vereinigten Staaten neue Inflationsdaten veröffentlicht – und sie fielen so aus, wie es Anleger erhofft hatten: niedriger als erwartet. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung.
Bitcoin (BTC) legt leicht zu, während Gold und die Wall Street vorerst zurückbleiben.
Es geht um den sogenannten Erzeugerpreisindex (PPI), der niedriger ausfiel als erwartet. Er misst die Preise am Werkstor und liegt damit eine Stufe vor den Verbraucherpreisen. Deshalb gilt er als Frühindikator für den bekannten Verbraucherpreisindex (CPI), der gestern keine Überraschung brachte.

Auf der Wettplattform Polymarket wird die Wahrscheinlichkeit inzwischen nur noch auf 28 Prozent geschätzt, dass die Federal Reserve bei ihrer nächsten Sitzung im September die Zinsen anhebt. Vor den heutigen Daten lag dieser Wert noch bei rund 34 Prozent, vor den gestrigen CPI-Zahlen sogar bei 40 Prozent.

Steigen die Zinsen, werfen sichere Schuldpapiere mehr ab. Dadurch wird es teurer, Vermögenswerte zu halten, die selbst keine Erträge generieren – etwa Bitcoin oder Gold.
Zudem erhöhen sich die Finanzierungskosten für Unternehmen, was unmittelbar auf die Gewinne drückt. Künftige Gewinne werden zugleich niedriger bewertet, was vor allem Wachstumswerte belastet.
Ein wichtiger Vorbehalt bleibt: Inflationsdaten blicken naturgemäß in die Vergangenheit, während der Ölpreis wieder gestiegen ist. Ein Friedensabkommen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten ist weiterhin weit entfernt. Noch entscheidender ist, dass eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus nicht absehbar ist.
Iran stellt sechs Forderungen an die USA, bevor die Straße von Hormus wieder geöffnet wird: den Abzug amerikanischer Truppen aus der Region, die Aufhebung aller Sanktionen, das Ende der Seeblockade iranischer Häfen, die Freigabe eingefrorener Vermögen, eine vollständige Entschädigung für Kriegsschäden sowie ein endgültiges Ende des Krieges gegen Iran und seine Verbündeten.
Donald Trump will die iranische Wirtschaft dagegen mit Sanktionen und der Seeblockade weiter unter Druck setzen, während die USA ihrerseits Schadenersatz fordern.
Bitcoin hatte sich bereits vor der Veröffentlichung der Daten von 63.200 auf 63.500 Dollar erholt und notiert nun bei 63.800 Dollar. Damit liegt der Kurs weiterhin unter dem gestrigen Hoch von 64.400 Dollar, das nach der Veröffentlichung der CPI-Zahlen erreicht wurde.
Gold legte zunächst leicht zu, gab die Gewinne inzwischen aber wieder ab. Zugleich verzeichneten die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 einen moderaten Sprung.
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