Während die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) jahrelang mit harter Hand regierte, beginnt sich das Blatt nun zu wenden. Der Krypto-Sektor geht in die Gegenoffensive. So fordern Coinbase-CEO Brian Armstrong und Ripples Rechtsdirektor Stuart Alderoty dazu auf, Anwaltskanzleien zu meiden, die ehemalige SEC-Mitarbeiter einstellen.
Krypto-Führer fordern Gerechtigkeit
Jahrelang führte die SEC eine strenge Durchsetzungskampagne gegen Krypto-Unternehmen, aber jetzt schlägt der Sektor zurück. Mit Trump wieder an der Spitze erhält die Regulierung digitaler Vermögenswerte eine völlig neue Richtung. Die Regeln werden lockerer, der Markt erhält mehr Spielraum, und einige prominente Krypto-Führer lassen die Gelegenheit nicht ungenutzt, sich mit den Aufsichtsbehörden auseinanderzusetzen, die sie zuvor behindert haben.
Während Brian Armstrong und Stuart Alderoty dazu aufrufen, Anwaltskanzleien zu meiden, die ehemalige SEC-Mitarbeiter einstellen, gehen die Winklevoss-Zwillinge noch weiter. Die Brüder, bekannt durch ihre Krypto-Plattform Gemini, fordern, dass die SEC nicht nur die Namen der Ermittler, die gegen sie vorgegangen sind, öffentlich macht, sondern auch, dass diese Mitarbeiter ihren Job verlieren. Laut ihnen muss die Aufsichtsbehörde Verantwortung übernehmen und ein klares Signal senden: Unfaire Durchsetzung wird nicht länger toleriert.

SEC verliert zunehmend an Macht
Seit Trump wieder an der Macht ist, bekommt die SEC einen deutlichen Rückschlag. Mindestens zehn Klagen und Ermittlungen gegen große Krypto-Unternehmen wie Coinbase, Robinhood und Gemini wurden abgelegt. Und das ist erst der Anfang. Republikanische Politiker arbeiten an neuen Gesetzen, die den Einfluss der Aufsichtsbehörde weiter einschränken sollen, wodurch die Krypto-Industrie endlich die Möglichkeit erhält, zu wachsen, ohne ständig über ihre Schulter schauen zu müssen.
Angst und Spaltung bei der SEC
Für viele SEC-Mitarbeiter hat diese Entwicklung einen bitteren Beigeschmack. Anwaltskanzleien scheinen inzwischen ehemalige SEC-Mitarbeiter, die sich mit Krypto-Angelegenheiten beschäftigt haben, zu meiden, was ihre Karriere erheblich unter Druck setzt. Aber ist diese „Cancel-Kultur“ der richtige Ansatz? Das ist eine andere Frage. Eines ist sicher: Die Machtverhältnisse zwischen der Krypto-Industrie und der Aufsichtsbehörde verschieben sich drastisch.
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