Deutsche Bank scheint weiter in die Kryptowelt einsteigen zu wollen. Deutschlands größte Finanzinstitution bietet seit 2023 bereits Krypto-Verwahrungsdienste für institutionelle Kunden an, scheint nun aber seine Absichten auf eine eigene stablecoin zu setzen.
Deutsche Bank betrachtet stablecoins und tokenisierte Einlagen
Deutsche Bank untersucht derzeit verschiedene Strategien innerhalb ihres digitalen Vermögenswerte-Programms. Das berichtet Bloomberg auf Grundlage von Aussagen von Sabih Behzad, Leiter digitale Vermögenswerte bei der Bank.
Die Bank erwägt unter anderem die Entwicklung einer eigenen stablecoin. Also eine eigene Kryptowährung, deren Wert an eine Fiatwährung gekoppelt ist, in diesem Fall natürlich den Euro.
Aber sie schließt auch nicht aus, sich einem breiteren Bankeninitiative anzuschließen, die auf digitale Zahlungsmittel ausgerichtet ist. Zudem wird an einem System für sogenannte ‘tokenized deposits’ gearbeitet, mit denen Transaktionen effizienter abgewickelt werden können.
Laut Behzad entsteht dieser Schritt aus dem Wunsch, auf den schnell digitalisierenden Finanzsektor vorbereitet zu sein. In einem früheren Bericht stellte die Bank bereits fest, dass stablecoins „am Punkt der Mainstream-Adoption stehen“, auch dank zunehmender Regulierung unter dem 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten.
Banken setzen auf stablecoins durch klare Regulierung
Nicht nur Deutsche Bank untersucht die Möglichkeiten von stablecoins. Auch in den Vereinigten Staaten würden Großbanken wie JPMorgan, Bank of America, Citigroup und Wells Fargo an einer gemeinsamen stablecoin arbeiten.
Ein wichtiger Antrieb hinter dieser Bewegung ist die wachsende Klarheit in der Gesetzgebung. In Europa sorgt die MiCA-Regulierung für einen stabilen rechtlichen Rahmen, während in den USA der sogenannte GENIUS Act für Klarheit sorgen soll. Diese Entwicklungen ermöglichen es traditionellen Finanzinstitutionen, schneller einzusteigen.
Deutschland ist führend in Europa
Deutsche Banken gehören zu den Vorreitern in Europa, wenn es um die Adoption von Krypto geht. Neben der Deutsche Bank bieten auch DZ Bank, Commerzbank und Dekabank bereits Kryptodienste für Kunden mit großen Taschen an.
Diese Woche wurde zudem bekannt, dass DZ Bank eine Zusammenarbeit mit Ripple, dem Unternehmen hinter der XRP-Münze, für die Verwahrung von Krypto-Vermögenswerten eingehen wird.
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