Die kommende Woche wird geprägt vom Iran-Konflikt, wirtschaftlichen Daten und einer Welle von Quartalsberichten. Der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran nähert sich dem Ende, die Straße von Hormus ist erneut geschlossen und Iran verweigert bislang die Teilnahme an einer zweiten Verhandlungsrunde. Gleichzeitig berichten etwa 15 Prozent der S&P 500-Unternehmen ihre Quartalszahlen.
Montag: Märkte reagieren auf Hormus-Schließung
Die Woche beginnt unruhig nach einem chaotischen Wochenende. Iran hat die Straße von Hormus erneut geschlossen, nachdem die USA ihre Marineblockade nicht beendeten. Die kurze Wiedereröffnung am Freitag erwies sich als von kurzer Dauer. Am Sonntag beschlagnahmten die Vereinigten Staaten erstmals ein iranisches Schiff, worauf Teheran sofort mit Vergeltung drohte. Der Ölpreis steigt erneut und die Märkte öffnen am Montag niedriger.
Gleichzeitig scheinen diplomatische Lösungen weiter entfernt denn je. Die USA wollten Unterhändler nach Islamabad schicken für eine neue Gesprächsrunde, doch Iran lehnte eine Teilnahme ab und bezeichnete die amerikanischen Forderungen als inakzeptabel.
Dienstag: Fokus auf US-Konsum und Immobilienmarkt
Am Dienstag stehen wesentliche Daten aus den USA auf der Agenda. Die Einzelhandelsumsätze für März geben Aufschluss darüber, wie die US-Verbraucher mit steigenden Energiepreisen und geopolitischer Unsicherheit umgehen.
Zusätzlich werden die Zahlen zu laufenden Hausverkäufen veröffentlicht. Diese geben einen Hinweis auf die Stärke des amerikanischen Immobilienmarktes, der durch höhere Zinsen und eine abkühlende Nachfrage unter Druck steht.
Mittwoch: Deadline Waffenstillstand
Mittwoch markiert den Wendepunkt der Woche. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch endet der zweiwöchige Waffenstillstand zwischen den USA und Iran. Ohne Verlängerung oder Durchbruch in den Verhandlungen droht das Konfliktpotenzial erneut zu eskalieren.
Präsident Trump hatte bereits angekündigt, die Blockade aufrechtzuerhalten und schließt neue militärische Aktionen nicht aus, falls es zu keiner Einigung kommt. Dies erhöht die Spannung vor der Deadline auf den Märkten. Investoren beobachten jede Äußerung aus Washington und Teheran genau, da diese unmittelbar die Ölpreise und globalen Aktienmärkte beeinflussen können.
Freitag: Inflationsprognosen Michigan
Am Freitag werden die Inflationsprognosen der Universität von Michigan für April veröffentlicht. Angesichts hoher Energiepreise und anhaltender geopolitischer Spannungen erwartet man ein düsteres Bild unter den Verbrauchern.
Diese Erwartungen sind entscheidend für die Politik der Federal Reserve. Sollten Verbraucher von einer dauerhaft hohen Inflation ausgehen, könnte dies den Druck auf die Zentralbank erhöhen, die Zinsen länger hoch zu halten.
Woche über: Quartalszahlen im Fokus
Im Laufe der Woche legen etwa 15 Prozent der Unternehmen im S&P 500 ihre Quartalszahlen vor. Nach den enttäuschenden Aussichten von Netflix in der vergangenen Woche schauen Investoren besonders kritisch auf die Ergebnisse.
Der Schwerpunkt liegt vor allem darauf, wie Unternehmen mit steigenden Energiekosten und anhaltenden geopolitischen Spannungen umgehen. Dies könnte das Sentiment an den Aktienmärkten maßgeblich beeinflussen.
Ausblick
Alles dreht sich in dieser Woche um Mittwoch. Wird der Waffenstillstand verlängert oder führen die Verhandlungen zu einem Durchbruch, könnte der Ölpreis sinken und das Vertrauen in die Märkte zurückkehren. Bleibt eine Einigung aus und steigen die Spannungen erneut, scheint ein Anstieg Richtung 100 Dollar wahrscheinlich und Aktien könnten unter Druck geraten.
Für Bitcoin (BTC) und den Rest des Kryptomarktes gilt dasselbe Muster. Der Kurs bewegt sich im Einklang mit dem breiteren Risikosentiment. Eine Deeskalation rund um Hormus wirkt sich positiv auf Krypto aus, während eine neue Eskalation Druck auf risikoreiche Assets ausübt.
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