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Der südkoreanische Aktienmarkt stieg am Dienstagmorgen auf ein neues Rekordhoch. Der Kospi kletterte im frühen Handel über die Marke von 6.360 Punkten und übertraf damit das bisherige Rekordniveau von Februar. Allein heute bedeutet das ein Plus von über 2 Prozent und die Jahresrendite liegt bei fast 50 Prozent.

Damit sendet der Markt eine klare Botschaft. Investoren blicken zunehmend über die geopolitischen Spannungen hinweg und fokussieren sich erneut auf die Stärke von KI und Halbleitern.
Der Aufschwung an der koreanischen Börse wurde vor allem von den großen Chipkonzernen getragen. Samsung Electronics legte um mehr als 2 Prozent zu und erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Februar. SK Hynix stieg noch stärker, mit einem Gewinn von fast 4 Prozent, und erzielte ein neues Intraday-Rekordhoch.
Diese Begeisterung kommt nicht von ungefähr. Die Nachfrage nach leistungsstarken Speicherchips bleibt weltweit stark, dank des weiteren Ausbaus von KI-Infrastrukturen. Unternehmen, Cloud-Anbieter und Rechenzentren benötigen immer mehr fortgeschrittene Speicher für KI-Anwendungen, wovon insbesondere koreanische Chipfirmen profitieren.
Nicht nur die starke Nachfrage nach Hochleistungsspeichern spielt eine Rolle, sondern auch ein begrenzteres Angebot an Standard-Speicherchips. Dadurch steigen die Preise in Teilen der Branche erneut an.
Das schafft ein günstiges Umfeld für koreanische Chipproduzenten. Vor allem bei SK Hynix scheint dieser Effekt stark ausgeprägt, auch weil das Unternehmen demnächst Quartalszahlen vorlegt. Das verstärkt das Kaufinteresse zusätzlich.
Bemerkenswert ist auch, dass der Kursanstieg zeigt, dass Investoren ihre Aufmerksamkeit vorübergehend von der Auseinandersetzung zwischen den USA und Iran auf Unternehmensgewinne und fundamentale Entwicklungen in verschiedenen Sektoren verlagern. Der Markt signalisiert damit, dass der KI-Chipzyklus momentan schwerer wiegt als geopolitisches Rauschen.
Das bedeutet nicht, dass diese Spannungen verschwunden sind, aber vorerst lassen sich Aktienanleger stärker von Gewinnprognosen leiten als von Angst.
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