Die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) steht am 13. Oktober vor einer entscheidenden Frist: Sie muss auf ein Urteil reagieren, das zugunsten von Grayscale Investments entschieden wurde. Durch dieses Urteil ist die SEC nun verpflichtet, den Antrag von Grayscale auf einen Spot-Bitcoin-Fonds erneut zu prüfen.
In Reaktion auf diese Entscheidung hat die SEC drei mögliche Schritte zur Auswahl: Einspruch beim US-Supreme Court einlegen, das Berufungsgericht bitten, das Urteil zu überdenken, oder der Empfehlung des Gerichts aus dem August folgen und den Antrag zur Umwandlung des Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) in einen Spot-Bitcoin-ETF gründlich prüfen.
Mögliche Verzögerung durch die SEC trotz unwahrscheinlichem Einspruch
In einer Mitteilung vom 12. Oktober erklärte Bloomberg ETF-Analyst Eric Balchunas, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die SEC Einspruch einlegt, ziemlich gering ist: „Wir glauben, dass ein Einspruch unwahrscheinlich ist. Es könnte jedoch immer eine unvorhergesehene Wendung geben.“
Obwohl ein Einspruch vielleicht unwahrscheinlich ist, weist die Anwaltskanzlei Ropes & Gray darauf hin, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die SEC den Prozess verzögern wird. Sollte die New York Stock Exchange beispielsweise gezwungen sein, einen neuen Antrag für die Notierung des GBTC einzureichen, könnte die SEC die Entscheidung über den ETF möglicherweise um bis zu acht Monate verzögern.
Weitere Anträge in der Warteschleife
Derzeit liegen bei der SEC mindestens sieben Anträge für Spot-Bitcoin-ETFs zur Genehmigung vor. Obwohl diese Anträge bereits 2023 eingereicht wurden, sind sie alle mit Verzögerungen und Hindernissen seitens der Aufsichtsbehörde konfrontiert worden. Daher werden die meisten Anträge wahrscheinlich erst im März 2024 oder sogar später genehmigt werden.
Ausblick
Obwohl mehrere Anträge vorliegen, liegt das Hauptaugenmerk auf dem Spot-Bitcoin-ETF-Antrag von Grayscale. Sollte die SEC diesen genehmigen, wäre es eine Herausforderung für die Aufsichtsbehörde, ähnliche Anträge abzulehnen. Bloomberg-Analysten schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung in diesem Jahr auf 75%. Bis Ende 2024 steigt diese Wahrscheinlichkeit auf 95%.
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