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Die japanische Finanzaufsicht FSA hat grünes Licht gegeben für eine grundlegende Reform der Kryptoregulierung. Krypto-Assets fallen künftig unter den Financial Instruments and Exchange Act (FIEA), womit der Anlegerschutz in den Mittelpunkt rückt. Was ändert sich konkret?
Die Reform betrifft mehr als 13 Millionen japanische Krypto-Konten mit einem Gesamtvolumen von über 5 Billionen Yen (27 Milliarden Euro). Durch den Wechsel vom Payment Services Act zum FIEA gelten strengere Anforderungen für Börsen, Token-Emittenten und nicht registrierte Anbieter.
Der Übergang bedeutet, dass Krypto-Assets künftig als Anlageprodukte behandelt werden, vergleichbar mit Aktien und Anleihen. Börsen müssen Haftungsrücklagen vorhalten, um Schäden durch Hacks oder unautorisierte Transaktionen abdecken zu können. Zudem gelten schärfere Vorgaben für fairen Handel und Transparenz.
Laut einem Bericht der FSA müssen Börsen und Anbieter einheitliche Transparenzstandards erfüllen. Token-Emittenten müssen unter anderem Informationen zu Tokenomics, Governance-Strukturen und technischen Risiken offenlegen. Die FSA will damit betrügerische Projekte eindämmen und die Aufsicht über in- und ausländische Marktteilnehmer verbessern.
Zusätzlich rückt die Aufsicht über dezentrale Börsen (DEX) stärker in den Fokus, und die FSA will härter gegen ausländische Anbieter vorgehen, die ohne Registrierung japanische Anleger adressieren.
Krypto-Verbände in Japan äußern Zweifel an der Umsetzbarkeit der neuen Vorgaben. Der Vorsitzende der Japanese Blockchain Association warnt, die Branche könne unter den aktuellen Plänen möglicherweise nicht überleben.
Experten verweisen zudem auf rechtliche Folgeprobleme. Die neue Gesetzgebung könnte bei Anlegern den Eindruck erwecken, dass Krypto-Assets per Definition sicher sind oder dass es eine Art Garantie gibt. Die technischen Risiken – etwa der Verlust von privaten Schlüsseln – bleiben jedoch bestehen.
Gleichzeitig könnte das Gesetz die Krypto-Adoption in Japan befeuern. Mit einem der größten privaten Vermögensbestände weltweit könnte Japan eine Schlüsselrolle bei der institutionellen Einführung von Krypto spielen. Bis zur Umsetzung dauert es allerdings noch: Voraussichtlich wird das Gesetz erst 2026 ins japanische Parlament eingebracht.
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