Newsbit als Quelle wählen
Sieh unsere Artikel öfter ganz oben in Google News und Top Stories. Einmal einstellen, immer zuerst informiert.
Die größte Kryptobörse des Iran, Nobitex, wurde offenbar von zwei Brüdern aus einer einflussreichen Politikerfamilie gegründet, die direkte Verbindungen zu den höchsten Machtkreisen des Landes unterhält. Das berichtet Reuters nach ausführlichen Recherchen über die Gründer und Geldströme hinter der Plattform.
Nobitex wurde 2018 von Ali und Mohammad Kharrazi gegründet, die laut Reuters unter einem abweichenden Nachnamen agierten. Seitdem entwickelte sich die Börse zum dominierenden Akteur auf dem iranischen Kryptomarkt. Die Plattform gibt an, ungefähr 11 Millionen Nutzer zu haben und etwa 70 Prozent aller Kryptoaktivitäten in Iran abzuwickeln.
Reuters legt dar, dass die Familie Kharrazi eng in die iranische Machtstruktur eingebunden ist. Ihr Großvater hatte eine Position im Expertenrat, dem Gremium, das den obersten Führer Irans wählt. Ihr Vater war laut Untersuchungen am Aufbau der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) beteiligt.
Aus Blockchain-Analysen geht hervor, dass seit der Gründung Hunderte Millionen Dollar an Transaktionen über Nobitex abgewickelt wurden, die mit sanktionierten staatlichen Einrichtungen verbunden sind. Dabei werden unter anderem die iranische Zentralbank und die IRGC genannt.
Analyseunternehmen wie Elliptic, Chainalysis und Crystal Intelligence kommen zu unterschiedlichen Schätzungen, die von Dutzenden Millionen bis zu Hunderten Millionen Dollar reichen. Laut Elliptic übermittelten Wallets der iranischen Zentralbank allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 etwa 347 Millionen Dollar an Nobitex.
Für viele Iraner dient Nobitex als Zugang zu digitalen Vermögenswerten wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH), insbesondere durch die Ausschließung Irans aus Teilen des internationalen Bankensystems.
Nobitex bestreitet direkte Verbindungen zur Regierung und erklärt, dass etwaige verdächtige Transaktionen nur einen „sehr kleinen Teil des Gesamtvolumens“ ausmachen. Laut dem Unternehmen fanden diese Transaktionen ohne Wissen des Managements statt.
Auffällig ist, dass Nobitex während des jüngsten amerikanisch-israelischen Krieges und der anschließenden Internetblockade in Iran weiterhin operativ blieb. Daten von Analysefirmen deuten darauf hin, dass die Plattform in dieser Zeit Transaktionen im Wert von über 100 Millionen Dollar abwickelte.
Zugleich steht Nobitex nicht auf Sanktionslisten westlicher Regierungen. Das ist erstaunlich, da die Vereinigten Staaten am 28. April neue Maßnahmen gegen das iranische „Schattenbankensystem“ ankündigten.
Die US-Senatorin Elizabeth Warren bezeichnete die Ergebnisse als „blinkendes rotes Warnsignal“. Sie erklärte, dass Gegner digitale Vermögenswerte nutzen, um Kapital außerhalb des von den USA geführten Finanzsystems zu bewegen. Zuvor geriet auch Binance wegen Transaktionen im Wert von Milliarden Dollar für Nobitex-Nutzer unter Kritik, trotz bestehender Sanktionen.
Celsius verklagt BitMEX wegen Liquidationen während des Corona-Crashs und fordert Bitcoin im Wert von fast 500 Millionen Dollar zurück.
Nasdaq investiert 100 Millionen Dollar in die Kraken-Mutter Payward, die nun mit 21 Milliarden Dollar bewertet wird, und treibt seine Blockchain-Pläne voran.
Robinhood Chain profitiert vom wachsenden Handel mit tokenisierten Aktien und könnte Bernstein zufolge jährlich Gebühren in Millionenhöhe erzielen.
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Ein Analyst hält einen Anstieg des XRP-Kurses auf 60 Dollar für möglich, falls ein wichtiger Widerstand überwunden wird. Dafür wäre ein Kursanstieg von mehr als 4.000 Prozent nötig.
KI-Modelle prognostizieren den XRP-Kurs für den 1. Oktober. Im Schnitt rechnen sie mit 1,29 Dollar, die Unterschiede fallen jedoch auffallend groß aus.