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Das iranische Regime nutzt zunehmend Kryptowährungen, um Gelder außerhalb des internationalen Finanzsystems zu bewegen.
Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis haben mit den iranischen Revolutionsgarden verbundene Netzwerke über drei Milliarden Dollar in Kryptotransaktionen abgewickelt. Die Gelder wurden unter anderem zur Finanzierung von Milizen, zur Erleichterung des Ölhandels und zum Erwerb von Gütern genutzt, die sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt werden können.
Traditionelle Banktransaktionen unterliegen strengen internationalen Sanktionen. Kryptowährungen bieten Iran eine Alternative: schneller, weniger transparent und schwerer zu blockieren.
Dafür setzt Iran auf mehrere Methoden. Das Land nutzt subventionierten Strom, um in großem Umfang Bitcoin (BTC) zu minen. Die geminten Coins gehen an die iranische Zentralbank, die damit internationalen Handel abwickelt, ohne das traditionelle Bankensystem zu nutzen. Zudem spielen Stablecoins wie Tether (USDT) eine wichtige Rolle bei der Verlagerung von Geldern.
Iran ist nicht allein. Laut Chainalysis empfingen illegale Krypto-Adressen im letzten Jahr mindestens 154 Milliarden Dollar an digitalen Vermögenswerten, ein Anstieg von 162% im Vergleich zum Vorjahr. Etwa 104 Milliarden Dollar davon stammten von Entitäten, die unter internationalen Sanktionen stehen. Neben Iran sind auch Russland und Nordkorea bedeutende Akteure.
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