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Coinbase hat erneut ein schwaches Quartal hinter sich. Die größte Kryptobörse der USA verzeichnete zum dritten Mal in Folge einen Umsatzrückgang und schloss den Zeitraum mit einem Nettoverlust von gut 359 Millionen US-Dollar ab. Anleger reagierten enttäuscht. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel rund sechs Prozent.
Coinbase erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 1,22 Milliarden US-Dollar, 19 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zudem blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Es ist bereits das dritte Quartal in Folge mit rückläufigen Erlösen, nachdem der Umsatz im Vorquartal um rund 30 Prozent gesunken war.
Nach Angaben von Coinbase führten niedrigere Krypto-Kurse und eine schwächere Handelsaktivität zu weniger Transaktionen auf der Plattform. Vor allem Privatanleger hielten sich zurück, wodurch die wichtigste Einnahmequelle der Börse weiter unter Druck geriet.
Das Unternehmen beendete das Quartal mit einem Nettoverlust von 359,5 Millionen US-Dollar, unter anderem wegen unrealisierter Verluste auf das eigene Kryptoportfolio und Beteiligungen. Ein Jahr zuvor hatte Coinbase im selben Zeitraum noch einen Nettogewinn von 1,43 Milliarden US-Dollar erzielt.
Trotz der enttäuschenden Zahlen konnte Coinbase seine Marktposition weiter ausbauen. Der Marktanteil stieg auf einen Rekordwert von 10,3 Prozent, nach 9,1 Prozent im Vorquartal. Damit gewinnt das Unternehmen bereits das dritte Quartal in Folge gegenüber Wettbewerbern an Boden.
Vorstandschef Brian Armstrong wertet dies als Bestätigung dafür, dass die Strategie aufgeht, Coinbase zu einer breiter aufgestellten Finanzplattform auszubauen. Neben dem Kryptohandel investiert das Unternehmen zunehmend in neue Geschäftsfelder wie Stablecoins, die Tokenisierung finanzieller Vermögenswerte und Prognosemärkte.
Auch die Zusammenarbeit mit dem Stablecoin-Emittenten Circle bleibt eine wichtige Einnahmequelle. Im Schnitt hielten Kunden über Coinbase USDC im Wert von 20 Milliarden US-Dollar, was mehr als 30 Prozent aller weltweit umlaufenden USDC entspricht.
Dennoch bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Analysten verweisen darauf, dass Privatanleger am Kryptomarkt derzeit weniger aktiv sind. Kapital fließt häufiger in KI-Aktien und Rohstoffe, wodurch die Handelsvolumina an Kryptobörsen unter Druck stehen.
Zudem wartet die Branche weiterhin auf mehr Klarheit bei der US-Kryptoregulierung. Die Beratung des sogenannten Clarity Act, der die Regeln für den Kryptomarkt präzisieren soll, verzögert sich in Washington. Analysten zufolge könnte dies das Wachstum der Branche vorerst weiter bremsen.
Für Anleger zeigen die Zahlen, dass Coinbase im Vergleich zu Wettbewerbern zunehmend besser abschneidet. Die Ergebnisse bleiben vorerst jedoch stark von der Aktivität am Kryptomarkt abhängig.
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