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Nasdaq investiert 100 Millionen Dollar in Payward, die Muttergesellschaft der Kryptobörse Kraken. Das Unternehmen wird damit mit 21 Milliarden Dollar bewertet. Die Investition ist Teil einer größeren Kooperation, mit der Nasdaq klassische Aktien auf die Blockchain bringen will.
Kraken will an der Nasdaq gelistete Aktien in tokenisierter Form auf seiner Plattform anbieten. Anleger können diese Aktien damit über die Blockchain halten und erhalten zugleich dieselben Stimmrechte wie bei regulären Nasdaq-Aktien.
Die Zusammenarbeit wurde im März angekündigt und wird durch die Investition von 100 Millionen Dollar nun ausgeweitet. Nasdaq arbeitet bereits seit Längerem an einem System, bei dem börsennotierte Unternehmen die Kontrolle über ihre Aktien behalten, wenn diese in tokenisierter Form angeboten werden.
Gemeinsam mit Kraken entwickelt Nasdaq daher auch eine Infrastruktur, über die tokenisierte Aktien zwischen regulierten Handelsplattformen und Blockchains übertragen werden können.
Die Kooperation ist Teil einer größeren Entwicklung an der Wall Street. Große US-Börsenbetreiber versuchen zunehmend, Blockchain-Technologie in die bestehende Finanzinfrastruktur zu integrieren.
Auch die New York Stock Exchange arbeitet an einer eigenen Blockchain-Plattform. Darüber sollen tokenisierte Aktien und börsennotierte Fonds perspektivisch rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche gehandelt werden können.
Bei der Tokenisierung wird ein klassischer finanzieller Vermögenswert, etwa eine Aktie, digital auf einer Blockchain abgebildet. Dadurch könnte der Handel langfristig weniger stark von den festen Öffnungszeiten traditioneller Börsen abhängen. Kryptomärkte sind bereits rund um die Uhr zugänglich.
Nasdaq will Kreisen zufolge zudem im zweiten Quartal des kommenden Jahres einen eigenen Token einführen.
Die Pläne erhielten Anfang des Jahres einen wichtigen Schub von der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC). Die Behörde erlaubte den Handel mit Aktien in tokenisierter Form auf regulierten Handelsplattformen.
Nasdaq hatte die SEC im September vergangenen Jahres gebeten, dafür bestimmte Börsenregeln anzupassen. Im März gab die Aufsicht unter dem Vorsitz von Paul Atkins grünes Licht.
Atkins hatte sich zuvor positiv über Tokenisierung und ihre mögliche Rolle im US-Finanzsystem geäußert. Damit ist für Nasdaq und Kraken der Weg frei, klassische Aktien stärker mit Blockchain-Technologie zu verknüpfen.
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