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Robinhood hat erneut ein Quartal mit Rekordumsatz und einem deutlich höheren Gewinn als erwartet abgeschlossen. Anleger reagierten dennoch enttäuscht.
Vor allem der deutliche Rückgang der Erlöse aus dem Kryptohandel belastete die Aktie – trotz kräftigen Wachstums bei Aktien, Optionen und Prognosemärkten.
Robinhood erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 1,31 Milliarden US-Dollar. Das waren 32 Prozent mehr als im Vorjahr und etwas mehr als von Analysten erwartet, die mit 1,29 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,62 US-Dollar und damit deutlich über dem Konsens von 0,43 US-Dollar. Dennoch verlor die Aktie am Mittwoch im regulären Handel bereits 3,1 Prozent.
Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen gab der Kurs im nachbörslichen Handel um weitere vier Prozent auf rund 85 US-Dollar nach. Inzwischen hat sich die Aktie leicht auf etwa 88,80 US-Dollar erholt.

Die negative Kursreaktion dürfte vor allem auf den Rückgang im Kryptogeschäft zurückgehen. Robinhood erzielte im vergangenen Quartal 100 Millionen US-Dollar Erlöse aus dem Kryptohandel, nach 160 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang von 38 Prozent.
Die gesamten Transaktionserlöse hielten sich dennoch stabil, getragen von starkem Wachstum im Handel mit Aktien, Optionen und Prognosemärkten. Damit konnte Robinhood die schwächere Entwicklung der Kryptosparte weitgehend ausgleichen.
Neben den Quartalszahlen stellte Robinhood auch neue Produkte vor. Dazu zählt Robinhood Chain, eine eigene Blockchain, über die berechtigte europäische Kunden tokenisierte US-Aktien handeln können.
Nach Angaben von Robinhood nimmt die Aktivität im Netzwerk schnell zu. Inzwischen werden täglich tokenisierte Aktien im Wert von Hunderten Millionen US-Dollar gehandelt. Token von GameStop, Nvidia und SpaceX zählen mittlerweile zu den beliebtesten Angeboten auf der Plattform.
Außerdem führte Robinhood Agentic Trading ein, eine KI-Funktion, mit der Nutzer externe KI-Assistenten mit ihrem Anlagekonto verbinden können. Diese können Märkte analysieren und auf Basis vorab festgelegter Vorgaben Transaktionen ausführen. Nach Angaben von Robinhood behalten Nutzer dabei über separate Handelskonten, Ausgabenlimits und manuelle Freigaben selbst die Kontrolle.
Die Ergebnisse von Robinhood gelten zudem als wichtiger Gradmesser für die Quartalszahlen von Coinbase, die im weiteren Tagesverlauf veröffentlicht werden. Beide Unternehmen hängen stark von der Handelsaktivität privater Anleger und der Stimmung am Kryptomarkt ab.
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