Anleger scheinen das Vertrauen in Metaplanet wiedergefunden zu haben. Der Aktienkurs des japanischen Bitcoin-Unternehmens (BTC) ist heute deutlich gestiegen, obwohl das Unternehmen seit Monaten keine neuen BTC gekauft hat. Gleichzeitig steigt auch die Prämie, die Anleger bereit sind zu zahlen, wieder kräftig an.
Metaplanet handelt wieder über dem Bitcoin-Niveau
Heute notiert die Aktie bei 471 Japanische Yen, eine Steigerung von über zwölf Prozent im Vergleich zum Vortag. In den letzten Wochen sind die Ergebnisse noch beeindruckender. Der Tiefpunkt lag um den 18. November bei 338 Yen. Seitdem ist die Aktie um fast vierzig Prozent gestiegen. Trotz des jüngsten Aufschwungs liegt der Kurs noch weit entfernt vom Höchststand von 1.895 Yen, der im Juni erreicht wurde.

Damit übertrifft die Aktie BTC selbst, das seit seinem Tief, bei dem es fast 80.000 Dollar erreichte, um etwas mehr als vierzehn Prozent gestiegen ist.
Die starke Preisreaktion hat auch dazu geführt, dass die mNAV auf 1,17 gestiegen ist, wie aus dem eigenen Dashboard des Unternehmens hervorgeht. Die mNAV steht für ‚multiple to net asset value‘ und gibt an, wie teuer eine Aktie im Vergleich zum zugrunde liegenden Wert ist, in diesem Fall der Bitcoin-Bestand von Metaplanet. Ein Wert über 1 bedeutet, dass Anleger bereit sind, eine Prämie zusätzlich zu den BTC zu zahlen, die das Unternehmen besitzt.
Im Oktober und November, als der Kryptomarkt stark fiel, lag die mNAV von Metaplanet länger unter 1. Auf dem Tiefpunkt fiel sie sogar auf 0,84. Das bedeutete, dass die Aktie an der Börse weniger wert war als die zugrunde liegenden Reserven, ein deutliches Zeichen des Pessimismus unter den Anlegern. Die aktuelle mNAV von 1,17 zeigt, dass sich dieses Sentiment gewendet hat. Es ist der höchste Stand seit Oktober und weist auf erneutes Vertrauen hin.
Metaplanet besitzt derzeit 30.823 Bitcoin mit einem Gesamtmarktwert von etwa 2,86 Milliarden Dollar. Der Gesamtunternehmenswert wird mittlerweile auf rund 3,33 Milliarden Dollar geschätzt. Das bedeutet, dass die Aktie wieder teurer ist als die BTC, die das Unternehmen in seinem Bestand hat.
Keine neuen Bitcoin, aber Pläne
Bemerkenswert ist, dass Metaplanet in den letzten Monaten keine neuen Münzen gekauft hat. Seit Ende September ist der Bitcoin-Bestand des Unternehmens unverändert geblieben, trotz vorheriger Phasen aggressiver Käufe.
Ende November sammelte Metaplanet jedoch noch 135 Millionen Dollar durch die Ausgabe sogenannter MERCURY-Vorzugsaktien ein. In offiziellen Dokumenten steht, dass das Unternehmen zwischen Dezember 2025 und März 2026 schätzungsweise 95 Millionen Dollar in neue Münzen investieren will.
In der Zwischenzeit kauft der Konkurrent Strategy weiterhin aggressiv ein. Das Unternehmen gab diese Woche erneut einen Kauf von 10.624 BTC bekannt, womit sich das Gesamtvolumen auf 660.624 BTC beläuft. Strategy notierte kürzlich übrigens auch kurzzeitig unter seiner mNAV, als die Aktie Anfang Dezember auf 155 Dollar zurückfiel.
Friedensabkommen zwischen Iran und USA: Unterzeichnung am Wochenende möglich?
Laut Vermittler Pakistan haben sich Iran und die USA auf den Text eines Friedensabkommens geeinigt. Eine Unterzeichnung könnte bald folgen.
Metaplanet erweitert Bitcoin-Strategie durch Übernahme eines Brokers
Metaplanet erwirbt japanischen Broker für 13 Millionen Dollar und plant Bitcoin-Produkte für Millionen Anleger in Japan anzubieten.
SpaceX mit starkem Börsendebüt: Musk wird erster Billionär
SpaceX erlebt starkes Börsendebüt an der Nasdaq. Die Aktie steigt um über zwanzig Prozent und hebt die Bewertung auf über 2 Billionen.
Meist gelesen
XRP-Investoren verkaufen verstärkt mit Verlust – ein positives Zeichen
XRP-Investoren verkaufen zunehmend mit Verlust, ein Signal, das laut On-Chain-Daten häufig in der Nähe von Tiefpunkten auftritt.
Krypto Update: Bitcoin-Kurs fällt nach dramatischer Iran-Entscheidung
Der Bitcoin-Kurs ist um mehrere Prozent gesunken nach dem Verkauf von Strategy und sehr schlechten Nachrichten über den Iran-Krieg. Das ist wichtig zu wissen.
Cathie Wood sagt Bitcoin-Kurs von mindestens 750.000 US-Dollar bis 2030 voraus
Generationsübergreifende Vermögensübertragungen, Zuflüsse von Pensionsfonds und instabile Fiat-Währungen werden laut Wood den Bitcoin-Kurs in die Höhe treiben.
