Metaplanet, eines der größten Bitcoin-Unternehmen in Asien, hat angekündigt, erneut eine enorme Menge Bitcoin zu kaufen. Das japanische Unternehmen nimmt über 21,25 Milliarden Yen, rund 135 Millionen Dollar, durch eine neue Emission sogenannter MERCURY-Vorzugsaktien ein. Ein großer Teil dieses Kapitals ist für eine weitere Runde von BTC-Käufen reserviert.
Bis zu 95 Millionen Dollar für neue Bitcoin-Käufe geplant
Laut der offiziellen Unterlagen will Metaplanet rund 15 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 95 Millionen Dollar, zwischen Dezember 2025 und März 2026 für zusätzliche Bitcoin-Käufe einsetzen. Damit führt das Unternehmen seine aggressive Strategie fort, mit der es sich als asiatisches Pendant zu Strategy positioniert.
Metaplanet hält derzeit bereits 30.823 Bitcoin mit einem Marktwert von rund 2,8 Milliarden Dollar und zählt damit zu den vier größten börsennotierten Bitcoin-Haltern weltweit.
MERCURY: Fester Zins, kein Stimmrecht – potenzieller Vorteil bei steigenden Bitcoin-Preisen
Die neuen MERCURY-Aktien sind Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Sie bieten eine feste jährliche Verzinsung von 4,9 Prozent auf einen Nennwert von 1.000 Yen. Der Wandlungspreis liegt ebenfalls bei 1.000 Yen und damit über dem aktuellen Kurs der Stammaktie. Das verhindert, dass bestehende Aktionäre sofort verwässert werden.
Werden die MERCURY-Aktien nicht innerhalb von zwanzig Arbeitstagen nach dem 29. Dezember 2026 zum Börsenhandel zugelassen, erhalten Anleger das Recht, sich ihre Anteile zurückzahlen zu lassen. Auch bei bestimmten Unternehmensereignissen greifen zusätzliche Schutzmechanismen.
Nach Angaben von Metaplanet ist diese Konstruktion entscheidend, um frisches Kapital aufzunehmen, ohne die Stammaktien zu schnell zu verwässern – und zugleich weiter in die langfristige Strategie zu investieren: Bitcoin kontinuierlich zu akkumulieren.
Mehr als nur BTC: Schulden abbauen und neue Einnahmequellen erschließen
Von den geschätzten Nettoerlösen in Höhe von 20,41 Milliarden Yen fließt nicht alles in Bitcoin-Käufe. Rund 1,67 Milliarden Yen sollen in den Ausbau der Aktivitäten rund um Bitcoin-Einnahmen gehen. Zudem werden etwa 3,75 Milliarden Yen eingesetzt, um die neunzehnte Serie der Unternehmensanleihen am 29. Dezember 2025 zu tilgen.
Parallel dazu nimmt Metaplanet eine Umstrukturierung der Kapitalstruktur vor. Die bestehenden Class-A-Aktien erhalten den neuen Namen MARS und werden als vorrangige Vorzugsaktien mit variablen monatlichen Ausschüttungen ausgestaltet. MERCURY bildet die zweite Ebene in dieser Struktur; die Stammaktien sind die risikoreichste Ebene.
Kurs unter Druck – die Strategie bleibt intakt
Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der die Aktien von Bitcoin-Treasury-Unternehmen stark gefallen sind. Die Metaplanet-Aktie liegt rund 80 Prozent unter dem Hoch von Juni 2025. Auch die mNAV-Ratio, die die Relation zwischen dem Wert der Bitcoin-Reserven und der Börsenbewertung der Aktie zeigt, liegt bei etwa 0,88. Das heißt, der Marktwert der Aktie liegt deutlich unter dem Wert der Bitcoin-Reserven.
Trotzdem hält das Management an der Strategie fest. CEO Simon Gerovich und Bitcoin-Stratege Dylan LeClair betonen, dass die MERCURY-Finanzierung Teil eines mehrjährigen Plans ist. Es sei keine Strategie für Quartale, sondern für Generationen.
Läuft alles nach Plan, kann Metaplanet binnen vier Monaten fast hundert Millionen Dollar an zusätzlichen Bitcoin seiner Bilanz hinzufügen. Das würde die Position des Unternehmens am globalen Bitcoin-Markt weiter stärken.
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