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Der jüngste Rückgang des Bitcoin-Kurses hält große Investoren nicht von weiteren Käufen ab. Der Immobilienunternehmer Grant Cardone sieht die Korrektur vielmehr als Einstiegschance und will dafür die Cashflows aus seinem Immobilienportfolio nutzen. Sein Modell mache die Investitionen weniger abhängig vom Kapitalmarkt, so Cardone.
Cardone, Gründer und CEO von Cardone Capital, erklärte auf X, dass sein Unternehmen auch während des jüngsten Kursrückgangs weiter Bitcoin zukauft. Dafür greife man nicht auf neue Aktienemissionen oder zusätzliche Schulden zurück, sondern auf die Cashflows aus dem Immobiliengeschäft.
„Wir arbeiten daran, den Cashflow aus unseren Immobilien zu erhöhen, und kaufen mehr Bitcoin, wenn der Kurs fällt“, schrieb Cardone.
Cardone Capital verwaltet Vermögenswerte von rund 5,3 Milliarden Dollar. Die Mieteinnahmen aus dem Immobilienportfolio werden genutzt, um zu festen Zeitpunkten Bitcoin zu kaufen. Damit setzt das Unternehmen auf eine Dollar-Cost-Averaging-Strategie (DCA), bei der unabhängig vom aktuellen Kurs regelmäßig investiert wird.
Nach Angaben von Cardone ist dieses Modell an die Vorgehensweise von Bitcoin-Treasury-Unternehmen angelehnt, unterscheidet sich jedoch in einem zentralen Punkt.
„Cardone Capital BTC Hybrid orientiert sich an Treasury-Unternehmen, setzt aber auf reale Vermögenswerte und echte Cashflows“, schrieb er. Zugleich bezeichnet er sein Unternehmen als weltweit größte Kombination aus Immobilien und Bitcoin, ohne Einfluss institutioneller Investoren.
Mit diesen Aussagen grenzt sich Cardone deutlich von Unternehmen wie Strategy ab. Das Unternehmen finanziert neue Bitcoin-Käufe überwiegend über die Ausgabe von Aktien und Schuldtiteln.
Diese Strategie steht in den vergangenen Tagen erneut im Fokus. Der Börsenwert von Strategy ist inzwischen unter den Wert der vom Unternehmen gehaltenen Bitcoin gefallen. Analysten von CryptoQuant erklärten in dieser Woche zudem, Strategy sei finanziell zu weit gegangen und solle seine Bitcoin-Käufe vorerst besser aussetzen.
Nach Einschätzung von Cardone verhindert sein Ansatz, dass das Unternehmen für neue Bitcoin-Käufe ständig auf den Kapitalmarkt angewiesen ist. Die Mieteinnahmen aus Immobilien seien aus seiner Sicht eine stabile Quelle für weitere Investitionen.
Die Aussagen fallen in eine Phase, in der der Bitcoin-Kurs unter 60.000 Dollar gerutscht ist. Der Kryptomarkt steht wegen des starken Rückgangs bei Technologieaktien und Abflüssen aus US-Spot-Bitcoin-ETFs unter Druck.
Zudem rechnen Anleger mit der Möglichkeit, dass Strategy bei anhaltendem finanziellen Druck erneut Bitcoin verkaufen muss. Das Unternehmen verkaufte Ende Mai bereits 32 Bitcoin, um zu zeigen, dass auch der Bitcoin-Bestand zur Erfüllung von Dividendenverpflichtungen eingesetzt werden kann. Dieser vergleichsweise kleine Verkauf löste damals bereits eine deutliche Korrektur des Bitcoin-Kurses aus.
Cardone Capital hielt im Mai Bitcoin im Wert von rund 200 Millionen Dollar. Die Position wurde 2025 mit dem Kauf von 1.000 Bitcoin aufgebaut und später durch weitere Käufe ausgebaut. Darüber hinaus besitzt das Unternehmen Tausende Wohnungen und Büroimmobilien in Spitzenlagen.
Cardone erwartet, dass seine kombinierte Strategie langfristig eine Rendite zwischen 22 und 32 Prozent erzielen kann. Diese Erwartung beruht auf seiner eigenen Prognose und noch nicht auf tatsächlich erzielten Ergebnissen.
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