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Der Bitcoin (BTC) Markt gerät erneut unter Druck. Der Kurs fiel auf den tiefsten Stand seit sieben Wochen und notiert bei etwa 72.000 Dollar. Gleichzeitig hat Strategy, das Unternehmen von Michael Saylor, bekannt für seine aggressiven Bitcoin-Käufe, erstmals seit Jahren einen Teil seiner Bestände verkauft.
Obwohl es sich nur um eine kleine Menge Coins handelt, sorgt das Timing für besondere Aufmerksamkeit. Der Verkauf erfolgt in einer Phase, in der sich Investoren fragen, ob die jüngste Korrektur von Bitcoin sich weiter fortsetzen könnte.
Aus einer neuen 8-K Meldung geht hervor, dass Strategy zwischen dem 26. und 31. Mai insgesamt 32 Bitcoin verkauft hat. Der Erlös betrug rund 2,5 Millionen Dollar. Im Durchschnitt erhielt das Unternehmen 77.135 Dollar pro Bitcoin.
Dies ist der erste bekannte Verkauf von Bitcoin durch Strategy seit dem steuerbedingten Verkauf von 704 BTC Ende 2022. Laut dem Unternehmen wird der Erlös zur Finanzierung von Ausschüttungen auf Vorzugsaktien verwendet.
Der Verkauf ist bemerkenswert, da Michael Saylor jahrelang als einer der entschiedensten Verfechter einer reinen Kaufstrategie galt. Strategy besitzt nach dem Verkauf immer noch 843.706 Bitcoin und bleibt damit der bei Weitem größte börsennotierte Bitcoin-Halter weltweit.
Der durchschnittliche Kaufpreis dieses enormen Bestands liegt bei 75.699 Dollar pro Coin. Die kürzlich verkauften Bitcoin wurden also über dem durchschnittlichen Kostenpreis verkauft.
Während Strategy einen Teil seiner Bestände verkauft hat, steht der Bitcoin-Kurs unter starkem Druck.
Der Bitcoin ist mittlerweile auf etwa 72.000 Dollar gefallen und befindet sich damit auf dem tiefsten Stand seit sieben Wochen. Deutlich erkennbar ist auch, dass wichtige Unterstützungszonen um 79.000 und 80.000 Dollar verloren gegangen sind.

Nach dem Ausbruch über 80.000 Dollar Anfang Mai kehrte der Optimismus zurück. Seitdem hat sich das Sentiment jedoch vollständig gedreht. Verkäufer haben die Kontrolle übernommen, und jede Erholung wird derzeit genutzt, um Gewinne mitzunehmen.
Der Kursdruck betrifft nicht nur Bitcoin. Auch die Aktie von Strategy steht unter Druck.
Vergangene Woche senkte die Investmentbank Mizuho das Kursziel für Strategy von 320 auf 265 Dollar. Die Bank behielt zwar ihre Kaufempfehlung bei, reduzierte aber ihre Erwartung für den Bitcoin-Kurs bis Ende 2027 von 128.000 auf 94.000 Dollar.
Laut Mizuho bleibt Strategy dank Milliarden an Reserven und neuen Finanzierungsprodukten finanziell stark aufgestellt. Doch zeigt die Herabstufung, dass selbst optimistische Analysten ihre Erwartungen für Bitcoin derzeit dämpfen.
Michael Saylor soll während eines Treffens mit Investoren geäußert haben, dass Bitcoin Anfang dieses Jahres einen Boden um die 60.000 Dollar gebildet habe. Die Marktteilnehmer scheinen diese Überzeugung jedoch vorerst nicht vollständig zu teilen.
Mit Bitcoin auf dem tiefsten Niveau seit April und dem ersten Verkauf von Strategy seit Jahren blicken Investoren gespannt auf die kommenden Tage. Ein weiterer Rückgang unter die aktuellen Niveaus könnte den Druck auf den Kryptomarkt weiter erhöhen, während eine Erholung über 75.000 Dollar möglicherweise für Erleichterung sorgt.
Auffällig ist, dass dieser Verkauf nicht völlig überraschend kommt. Bei der Präsentation der Quartalszahlen deutete Saylor Anfang Mai bereits auf einen möglichen Verkauf von Bitcoin hin, um Dividendenausschüttungen zu finanzieren. Ihm zufolge wäre ein solcher Schritt vor allem dazu gedacht, dem Markt zu zeigen, dass Strategy über ausreichende finanzielle Flexibilität verfügt.
Für Investoren ist vor allem wichtig, dass der Verkauf keinen Kurswechsel zu bedeuten scheint. Saylor betonte zuvor, dass Strategy ein Netto-Käufer von Bitcoin bleibt. Laut dem Vorstandsvorsitzenden würde das Unternehmen für jede verkaufte Bitcoin letztlich „10 bis 20 Bitcoins zurückkaufen“.
Der Verkauf von 32 Bitcoin scheint diese Botschaft vorerst zu stützen. Die Transaktion repräsentiert weniger als 0,004 Prozent des gesamten Bitcoin-Bestands des Unternehmens.
Analysten warnen, dass der Bitcoin-Kurs bis auf 38.000 Dollar zurückfallen könnte. Doch nicht alle rechnen mit einer derart starken Korrektur.
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