Strategy, das Unternehmen mit der weltweit größten Bitcoin (BTC)-Position, berichtete gestern von einem Nettoverlust von 12,5 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2026. Der Verlust ist hauptsächlich auf nicht realisierte Verluste bei den Bitcoin-Beständen des Unternehmens zurückzuführen. Doch es war eine Aussage des Gründers Michael Saylor, die alle Aufmerksamkeit auf sich zog.
Bitcoin-Verkauf als strategisches Signal
Saylor brachte erstmals öffentlich die Möglichkeit ins Spiel, dass Strategy einen Teil seiner Bitcoin-Bestände verkaufen könnte. Nicht aus einer Notlage heraus, sondern als strategischen Schritt, um das Vertrauen in das Unternehmen zu stärken.
„Wir werden wahrscheinlich einige Bitcoin verkaufen, um eine Dividende zu finanzieren, einfach um dem Markt zu zeigen, dass wir dazu in der Lage sind,“ sagte Saylor bei der Präsentation der Quartalsergebnisse.
Das ist ein bemerkenswerter Schritt für einen Mann, der jahrelang betonte, dass Bitcoin niemals verkauft werden sollte. Noch im Februar sagte Saylor gegenüber CNBC, dass Strategy „dauerhaft jedes Quartal Bitcoin kaufen wird.“
Er behauptete zudem, dass das Unternehmen einen extremen Rückgang des Bitcoin-Kurses auf 8.000 Dollar überstehen könnte, ohne gezwungen zu sein, etwas zu verkaufen. Die finanzielle Reserve des Unternehmens beträgt rund 2,25 Milliarden Dollar, was ausreicht, um die laufenden Verpflichtungen mehr als zwei Jahre lang zu erfüllen.
Stretch soll Wachstum beschleunigen
Strategy baute seine Position seit August 2020 auf und besitzt mittlerweile 818.334 Bitcoin mit einem Marktwert von über 66,7 Milliarden Dollar. In diesem Jahr kaufte das Unternehmen bereits 145.834 hinzu, teilweise finanziert durch das Vorzugsaktienprogramm Stretch (STRC).
Stretch zahlt eine monatliche Dividende von 11 Prozent und wird inzwischen von mehreren Bitcoin-orientierten DeFi-Protokollen tokenisiert, darunter Pendle und Saturn. Saylor will Stretch zum „größten Kreditinstrument der Welt“ machen.
Darüber hinaus hofft der CEO, dass Neobanken bald digitale Sparprodukte mit Bitcoin als Sicherheit anbieten werden, mit Renditen bis zu 8 Prozent. „Schauen Sie in 12 Wochen nochmal vorbei, dann denke ich, dass wir interessante Neuigkeiten haben,“ sagte er.
Die MSTR-Aktie fiel nach Börsenschluss um 4,33 Prozent auf 178,80 Dollar. Dennoch scheint Strategy für das zweite Quartal besser aufgestellt zu sein, denn der Bitcoin-Kurs stieg seit dem 1. April um fast 20 Prozent auf rund 81.250 Dollar.
Michael Saylor: Bitcoin entwickelt sich gerade dadurch, dass er unverändert bleibt
Saylor zufolge sollte Bitcoin vor allem behutsam weiterentwickelt werden, ohne seine Funktionsfähigkeit zu gefährden. Er erklärt, worin die größte Gefahr liegt.
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