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Bei den US-Spot-ETFs für Bitcoin (BTC) ist den sechsten Handelstag in Folge mehr Kapital ab- als zugeflossen. Am 25. Juni zogen Anleger netto 696 Millionen Dollar aus den Fonds ab, nachdem bereits an den beiden vorangegangenen Handelstagen jeweils Hunderte Millionen Dollar aus den ETFs abgeflossen waren. Zugleich fiel der Bitcoin-Kurs erneut in Richtung 58.000 Dollar.
Laut Daten von SoSoValue zogen Anleger am Mittwoch, dem 23. Juni, netto 114 Millionen Dollar aus den US-amerikanischen Bitcoin-ETFs ab. Einen Tag später stieg der Abfluss auf 469 Millionen Dollar. Am 25. Juni kamen noch einmal 696 Millionen Dollar hinzu. Innerhalb von drei Handelstagen flossen somit fast 1,28 Milliarden Dollar aus den Fonds ab.
Fidelity’s FBTC musste am letzten Handelstag den schwersten Schlag hinnehmen, mit einem Abfluss von rund 274 Millionen Dollar. Morgan Stanley’s MSBT war einer der wenigen Fonds mit einem Zufluss, doch die 9,2 Millionen Dollar, die zuflossen, konnten die allgemeine Verkaufswelle kaum ausgleichen.
Die anhaltenden Abflüsse sind relevant, weil die ETFs seit ihrer Einführung zu einer wichtigen Nachfragequelle für Bitcoin geworden sind. Wenn Anleger Kapital aus den ETFs abziehen, müssen Fondsanbieter unter Umständen Bitcoin verkaufen, um Rücknahmen zu bedienen. Das kann zusätzlichen Druck auf den Bitcoin-Kurs ausüben. Die ETFs haben damit inzwischen erheblichen Einfluss auf die Kursbewegungen von Bitcoin.

Der Bitcoin-Kurs sank gestern, während die Abflüsse aus den ETFs weiter zunahmen, auf rund 58.200 Dollar und markierte damit erneut den niedrigsten Stand seit 2024. Anschließend folgte eine begrenzte Erholung in Richtung 60.000 Dollar. Eine schnelle Rückkehr in diese Zone wie am Mittwoch blieb bislang aus. Bitcoin notiert inzwischen gut 50 Prozent unter dem Rekordhoch von mehr als 126.000 Dollar aus dem Oktober 2025.

Ein Faktor hinter der Nervosität ist das Bitcoin-Treasury-Unternehmen Strategy. Die MSTR-Aktie verlor am Donnerstag mehr als 9 Prozent und schloss bei rund 85 Dollar. Zudem notiert die Vorzugsaktie STRC, die das Unternehmen zur Aufnahme zusätzlichen Kapitals nutzt, deutlich unter ihrem Nennwert. Dadurch wachsen Zweifel, ob Strategy über neue Aktien weiterhin günstig Kapital aufnehmen kann.
Das bedeutet nicht automatisch, dass Strategy Bitcoin verkaufen muss. Allerdings droht damit ein wichtiger Käufer weitgehend wegzufallen, während zugleich ETF-Anleger aussteigen. Die Kombination aus nachlassender institutioneller Nachfrage, zunehmend negativem Marktsentiment und erzwungenen Liquidationen erschwert vorerst eine schnelle Erholung über 60.000 Dollar.
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